"Es ist klar, und so haben es die Wissenschaftler gesagt: Was gerade passiert, ist nicht normal", bringt es Josè Manuel Bermúdez, der Bürgermeister von Santa Cruz de Tenerife, auf den Punkt. Damit spricht er aus, was viele auf Teneriffa derzeit beschäftigt – im Inneren des Teide tut sich etwas, das so noch nicht beobachtet wurde.
Wie 20 Minuten berichten, sorgt vor allem die Häufung der Erdbeben für Unruhe. Innerhalb weniger Wochen zählten Forscher Tausende kleine Beben im Nationalpark rund um den Teide. Das Auffällige: Das Muster unterscheidet sich von allem, was man bisher von diesem Vulkan kannte.
Die Messgeräte zeigen eine Vielzahl verschiedener seismischer Signale an. Darunter sogenannte Long-Period-Ereignisse und auch hybride Beben, die sich in Tiefen zwischen 7 und 15 Kilometern abspielen. Für die Forscher sind das mögliche Hinweise auf Magmabewegungen tief im Inneren des Vulkans. Trotzdem geben sie Entwarnung: Noch weiß man zu wenig, um wirklich sagen zu können, was dahinter steckt.
Bürgermeister Bermúdez hat mittlerweile eine technische Kommission ins Leben gerufen. Diese soll alle möglichen Szenarien durchspielen und Notfallpläne ausarbeiten. "Wir wissen nicht, was es sein wird, wie es ablaufen wird oder wann es passieren wird", erklärt Bermúdez laut El Confidencial.
"Ich möchte niemanden alarmieren, aber ich möchte die Botschaft vermitteln, dass das Rathaus im Vorsorgemodus ist und sich auf einen möglichen Einsatz vorbereitet", so der Bürgermeister weiter.
Die Behörden wollen vor allem eines: vorbereitet sein, falls eine Evakuierung von Bewohnern aus gefährdeten Gebieten nötig wird. Aktuell gibt es aber noch keine konkrete Alarmstufe. Ob der Teide wirklich ausbricht, ist völlig offen. Aber wie es so schön heißt: Lieber einmal zu viel vorbereitet als zu wenig.