Unter dem legendären Vulkan Teide auf der spanischen Ferieninsel Teneriffa haben Wissenschaftler in den vergangenen Tagen ungewöhnliche seismische Signale registriert. Nach Angaben des Instituto Geográfico Nacional (IGN) wurden zwischen 7. und 9. Februar 2026 rund 90 kleine Erdbeben im westlichen Bereich von Las Cañadas del Teide aufgezeichnet, berichtet der spanische Radiosender "Cadena SER".
Während diese Mikrobeben etwa 10 bis 12 Kilometer tief unter der Erdoberfläche aufgetreten sind und laut Experten zum typischen Verhalten eines aktiven vulkanischen Systems gehören, sorgt ein anderes Vorkommnis für Unruhe: Am vergangenen Dienstag registrierten die Messinstrumente eine einzigartige seismische Signatur. Diese unterschied sich vor allem durch ihre ungewöhnlich lange Dauer (etwa 50 Minuten) von den sonst üblichen, kurzen Signalen.
Seit rund zwei Jahrzehnten sei eine solche Länge in den Messdaten nicht mehr aufgetaucht. Aufgrund dieser Anomalie berief das kanarische Spezialgremium für Vulkanschutz, Pevolca, eine außerordentliche Sitzung ein.
IGN-Direktor Itahiza Domínguez betonte jedoch, dass diese ungewöhnliche Schwingung kein Zeichen für eine unmittelbar bevorstehende Eruption innerhalb der nächsten Wochen sei. Da Teneriffa aber eine aktive Vulkaninsel bleibt, möchte der Experte einen Ausbruch innerhalb der nächsten Monate trotzdem nicht kategorisch ausschließen.
Die Präsidentin des Cabildo de Tenerife, Rosa Dávila, rief die Bevölkerung zur Ruhe auf und betonte, dass Teneriffa bestens überwacht und vorbereitet sei. In diesem Jahr sollen zudem weitere Notfallübungen in den Gemeinden Santiago del Teide und Guía de Isora stattfinden, um die Reaktionsfähigkeit der lokalen Behörden weiter zu stärken.