Die dritte Woche der Semesterferien in Österreich ist angebrochen. Nach der gemeinsamen Schulpause von Wien und Niederösterreich durften die Schüler aus dem Burgenland, Kärnten, Salzburg, Tirol und Vorarlberg eine Woche lang verschnaufen. Jetzt sind Oberösterreich und die Steiermark an der Reihe - rund 360.000 Kinder haben jetzt frei.
Doch nicht alle Schülerinnen und Schüler dürfen sich zum Halbjahreszeugnis über eine Schulpause freuen: Im Kleinwalsertal und in Lech gibt es aufgrund einer Sonderregelung nämlich gar keine Semesterferien.
In allen Schulen findet dort den ganzen Februar regulärer Unterricht statt. Der Grund dafür ist der Tourismus. Viele Eltern arbeiten im Tourismus und sind deshalb auf die Schule angewiesen, während andere Urlaub machen. Stattdessen haben die Kinder im Mai zwei Wochen frei.
Eingeführt wurden die Semesterferien übrigens 1974 unter Bundeskanzler Bruno Kreisky (SPÖ) als Energieferien. Der damalige Name war Programm: In dieser Ferienwoche sollten die Schulen nicht heizen. Sie konnten also Energie sparen.
Aufgrund eines Krieges im Nahen Osten war damals das Erdöl in Österreich knapp. Deshalb hatte Kreisky mehrere Maßnahmen eingeführt, um Energie zu sparen. Darunter auch einen autofreien Tag in der Woche.