Den Rat, Pflanzen lieber seltener, aber durchdringend zu gießen, kennen wohl alle Gartenbesitzer. Die Idee dahinter: Die Wurzeln wachsen tiefer und können sich in Trockenphasen besser selbst mit Wasser versorgen. Doch wie viel Wasser braucht man genau?
Volker Höpken, Gärtnermeister im Gartencenter Seebauer in München, hat keine Einheitslösung parat. Denn durchdringendes Gießen bedeutet laut dem Experten nicht eine feste Literzahl oder Gießdauer.
"Durchdringend gießen heißt am ehesten, dass die Wurzelzone tatsächlich durchfeuchtet wird und nicht nur die oberste Substratschicht", heißt es auf 24garten.de. Wie man dorthin kommt, sei substratabhängig.
Ob man genug gegossen hat, lässt sich einfach überprüfen: Bei Topfpflanzen kann man warten, bis Wasser aus dem Abzugsloch fließt. Im Beet hilft ein Fingertest: Steckt man den Finger einige Zentimeter tief in die Erde, sollte sie feucht sein.
Mit der Zeit entwickelt man laut dem Gärtnermeister ein Gefühl dafür, wie schnell bestimmte Pflanzen austrocknen. Wichtig ist dabei: Nicht in der Mittagszeit gießen, dann verdunstet ein Großteil des Wassers.
An sehr heißen, windigen Tagen können vor allem sonnig stehende Balkonkästen und Kübel mehrere Gießgänge pro Tag brauchen. Ein schattiger Gartenboden mit guter Wasserspeicherfähigkeit hält hingegen deutlich länger vor.
Gerade bei Topfpflanzen gilt: Besser alle paar Tage intensiv wässern als täglich nur oberflächlich. So können die Wurzeln tief ins Substrat wachsen, und die Pflanzen werden widerstandsfähiger gegen Trockenheit.