Wenn draußen die Temperaturen steigen, werden in vielen Haushalten die Jalousien heruntergelassen. Doch genau dabei passiert oft ein Fehler, der die Kühlwirkung deutlich verschlechtert. Worauf es wirklich ankommt – und warum schon ein kleiner Handgriff den Unterschied machen kann.
Entscheidend ist die Ausrichtung der Lamellen. Im Sommer sollte die gewölbte Seite nach außen zeigen. So wird das Sonnenlicht besser reflektiert und ein größerer Teil der Wärme bleibt draußen, erklärt Aleksi Heikkilä, Teamleiter des Energieberatungsdienstes der Stadt Helsinki, laut dem Nachrichtendienst lltalehti in einer Pressemitteilung.
Sind die Lamellen hingegen mit der Wölbung nach innen gedreht, gelangt mehr Sonnenwärme in den Raum. Diese Stellung ist eher für die kalte Jahreszeit geeignet, wenn die Sonne zusätzlich wärmen soll.
Auch der Einbauort spielt eine wichtige Rolle. Besonders effektiv sind außenliegende Jalousien oder Modelle, die sich bei Doppelfenstern zwischen den Fensterflügeln befinden. Sie stoppen die Sonnenwärme bereits, bevor sie durch die Fensterscheibe in den Wohnraum gelangt.
Innenliegende Jalousien können zwar das Licht reduzieren, sind gegen Hitze aber deutlich weniger wirksam.
Wer keine klassischen Jalousien hat, kann auf andere Lösungen setzen. Plissees mit reflektierendem Material und Wabenstruktur bieten einen guten Hitzeschutz, weil sie Sonnenstrahlen abschirmen und zusätzlich isolieren. Auch Thermovorhänge oder Thermorollos können die Aufheizung von Räumen deutlich verringern.
Natürlicher Schatten hilft ebenfalls gegen Sommerhitze. Große Bäume vor dem Fenster können Gebäude spürbar kühlen. Wer allerdings jetzt einen Baum pflanzt, braucht Geduld: Bis er ausreichend Schatten spendet, vergehen meist viele Jahre.
Ein weitverbreiteter Irrtum: Nicht nur Altbauten heizen sich stark auf. Moderne Gebäude mit großen Fensterflächen – vor allem auf der Südseite – können im Sommer ebenfalls unangenehm heiß werden, wenn eine wirksame Verschattung fehlt.