Australien greift durch

Social-Media-Verbot: 4,7 Mio. Konten von Teens gesperrt

Seit Dezember ist in Australien ein Social-Media-Verbot für Jugendliche in Kraft. Dafür wurden bisher 4,7 Millionen Konten blockiert.
Newsdesk Heute
16.01.2026, 09:23
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Australien zieht beim Jugendschutz im Netz die Zügel an: Nach Angaben der Behörden sind seit dem Start des weltweit ersten Social-Media-Verbots für unter 16-Jährige 4,7 Millionen Konten von Onlinediensten blockiert worden.

Die Leiterin der australischen Behörde für Sicherheit im Internet, Julie Inman Grant, sprach am Freitag von einem spürbaren Effekt. Die "regulatorischen Leitlinien" der australischen Behörden sowie die Zusammenarbeit mit den Plattformen hätten bereits zu "bedeutenden Ergebnissen" geführt, erklärte sie.

Hohe Geldstrafe droht

Das Verbot gilt seit 10. Dezember. Seither nimmt Australien Anbieter wie TikTok, Instagram und Snapchat in die Pflicht: Konten von Nutzern, die jünger als 16 Jahre sind, sollen gelöscht werden. Den Plattformen drohen Geldstrafen von umgerechnet mehr als 28 Millionen Euro, wenn sie keine "angemessenen Maßnahmen" zur Einhaltung der Vorgaben ergreifen. Wie das Alter kontrolliert wird – etwa über die Auswertung von Nutzerdaten, über Fotos oder mittels Ausweisvorlage – bleibt den Unternehmen überlassen.

Meta sperrt 544.000 Konten

Der Facebook-Mutterkonzern Meta hatte vergangene Woche bereits erste Zahlen genannt: In der Woche bis 11. Dezember seien 331.000 betroffene Konten auf Instagram blockiert worden, 173.000 auf Facebook und 40.000 auf Threads.

Parallel erneuerte Meta seine Forderung, App-Stores stärker in die Verantwortung zu nehmen. Sie sollten das Alter der Nutzer überprüfen und die Zustimmung der Eltern einholen, bevor Minderjährige unter 16 Jahren eine App herunterladen können. Dies sei die einzige Möglichkeit, einen Wettlauf gegen Kinder zu vermeiden, die auf neue Apps ausweichen, um dem Verbot zu entgehen.

Inman Grant betonte zugleich, eine abschließende Bewertung sei noch nicht möglich. Es sei noch zu früh, um zu sagen, ob die Plattformen die Vorschriften vollständig einhalten. Die ersten Anzeichen seien jedoch ermutigend.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 16.01.2026, 10:32, 16.01.2026, 09:23
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