Für tausende Kinder hieß es heuer in den letzten beiden Ferienwochen: Schulbank statt Freizeit. Doch nicht alle nahmen es mit der Anwesenheitspflicht genau. In Vorarlberg sind der Bildungsdirektion 31 Fälle bekannt, in denen Kinder mehr als drei Tage ungerechtfertigt in der Sommerschule fehlten.
Das kann für die Eltern teuer werden. Bei einer Verletzung der Schulpflicht droht eine Geldstrafe zwischen 150 und 800 Euro.
Bei den Bezirkshauptmannschaften sind bisher 15 Anzeigen eingelangt. Allein am Mittwoch kamen drei weitere dazu. Zehn Fälle betreffen den Bezirk Dornbirn, drei den Bezirk Bregenz und zwei den Bezirk Feldkirch.
Brisant: Nicht nur Kinder, die verpflichtend die Sommerschule besuchen mussten, sind betroffen. Auch freiwillig angemeldete Schüler finden sich unter den Fällen. Denn wer sein Kind freiwillig anmeldet, verpflichtet sich ebenfalls zum Besuch.
Nicht jedes Fernbleiben führt allerdings zu einer Meldung. Kinder, die nur ein oder zwei Tage ohne Entschuldigung fehlten oder krank waren, werden laut Bildungsdirektion nicht angezeigt.
Insgesamt besuchten heuer rund 58.500 Schüler die Sommerschule, etwa 3.000 davon in Vorarlberg. Erstmals mussten auch Kinder mit schlechten Deutschkenntnissen verpflichtend teilnehmen.
Im Vorfeld waren laut Bildungsministerium noch rund 1.800 Kinder und Jugendliche nicht angemeldet gewesen, obwohl sie die Sommerschule verpflichtend besuchen sollten.