Darf Coach bleiben?

"Sonst wäre Helm nicht mehr Trainer der Austria"

Die Wiener Austria schlitterte mit der 1:2-Pleite in Altach tiefer in die Krise. Zunächst gab es aber Rückendeckung von Sport-Vorstand Tomas Zorn.
23.10.2026, 22:44
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Die Wiener Austria steckt nach der dritten Niederlage in Folge weiter tief in der Krise. Die Mannschaft von Trainer Stephan Helm musste sich in Altach trotz einer 1:0-Pausenführung durch Johannes Eggestein noch mit 1:2 geschlagen geben. Patrick Greil (70.) und Yann Massombo (80.) drehten die Partie zugunsten der Vorarlberger, die in der Tabelle an den Wienern vorbeizogen. Für die Austria war es bereits die siebente Niederlage im zehnten Saisonspiel. Vor dem Derby gegen Rapid droht den Veilchen nun sogar der Absturz auf den letzten Tabellenplatz. Die mitgereisten Austria-Fans quittierten die Pleite mit einer deutlichen Geste, drehten dem Team den Rücken zu.

All das wirft Fragen auf: Wie sieht die Zukunft von Austria-Trainer Helm aus? Er war schon wochenlang angezählt gewesen, die Wiener schafften nicht den Befreiungsschlag. "Wir haben professionelle Abläufe, die Dinge werden sehr kritisch besprochen. Austria Wien ist ein großer Verein, mit der Situation sind wir alle unzufrieden", meinte Helm nach dem Schlusspfiff bei "Sky". Kritik sei "berechtigt", für den Coach sei wichtig, "die Mannschaft zu führen und die Dinge klar anzusprechen. Ich sehe klar, woran wir arbeiten müssen", ergänzte der violette Trainer, der die Frage nach einem möglichen Rauswurf umschiffte.

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"Es ist klar abgesteckt, was mein Kompetenzbereich ist. Und ich sprühe vor Energie. Es zieht mich runter, ist aber auch der Antrieb, da rauszukommen", so der violette Coach über die sportliche Talfahrt. Es würde aber um den Klub und nicht um Einzelpersonen gehen, so der Trainer weiter.

"Sonst wäre Helm nicht mehr Trainer"

Helm könnte vor allem der Terminstress zugutekommen. Die Veilchen müssen nun die lange Heimreise von Vorarlberg nach Wien antreten, am Dienstag geht es im ÖFB-Cup gegen Hartberg, am 1. November dann im Wiener Derby gegen Rapid.

Zunächst hatte Austria-Sportvorstand Tomas Zorn dem violetten Trainer noch den Rücken gestärkt. "Es ist extrem wichtig, auch in solchen Phasen seinen Trainer, seine Spieler zu schützen. Wir müssen auch die Erwartungshaltung realistisch setzen", sagte der Austria-Sport-Boss bei "Sky" noch vor der Pleite gegen Altach. Man habe auch "andere Agenden", etwa junge Spieler in die erste Mannschaft zu bringen, Transfererlöse zu erhöhen. "Jeder im Verein möchte das Ruder herumreißen", betonte Zorn. Und betonte: "Wir verschließen aber nicht die Augen. Punkte sind bitternötig."

Doch rettet all das Helm den Job? "Entscheidungen werden nicht nur getroffen, weil mal ein Resultat ausbleibt. Man muss immer schauen: Erreicht der Trainer die Mannschaft? Glaube ich, der die Endverantwortung trägt, an diese Entscheidungen?", warf Zorn Fragen auf, die er dann selbst gleich beantwortete: "Das tue ich. Sonst wäre Helm nicht mehr Trainer der Wiener Austria", so der Deutsche.

Das sagte Zorn eben vor der 1:2-Pleite. "Man bewertet Situationen immer mit dem Wissensstand, den man hat", so der Sport-Boss. Ein Fragezeichen bleibt also. Dieses hat der Sport-Vorstand beim Blick auf den Kader aber nicht. Der habe jedenfalls die Qualität für die Top Sechs, davon ist Zorn weiterhin überzeugt. "Das Resultat gefällt mir nicht, mir gefällt auch teilweise die Spielweise nicht. Wir haben aber auch verletzungsbedingt Ausfälle, die fehlen, um zu stabilisieren", meinte Zorn.

red, Akt. 23.10.2026, 22:49, 23.10.2026, 22:44
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