Hitzewellen, Waldbrände und Starkregen setzen Griechenlands Kulturerbe massiv unter Druck. Die Behörden schlagen Alarm: Immer mehr antike Stätten sind durch die Folgen des Klimawandels bedroht. Millionen Touristen besuchen die historischen Orte jedes Jahr - sie sind auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.
Eine dreijährige Studie der Universität Athen bringt nun Klarheit: 19 Stätten müssen dringend geschützt werden. Darunter das antike Olympia, wo regelmäßig Brände wüten, sowie das berühmte Theater von Delphi, das immer wieder von Steinschlägen betroffen ist. In der Ausgrabungsstätte Dion wiederum steigt die Gefahr von Überschwemmungen.
Vor allem Olympia bereitet große Sorgen. Laut Bürgermeister Aristides Panagiotopoulos sei bei den antiken Stätten "ständige Wachsamkeit" notwendig, wie die Agentur AFP berichtet. Das riesige Areal mit dichter Vegetation sei extrem anfällig für Feuer. Trotz Maßnahmen der Behörden sei klar: Das allein reicht nicht aus.
Allein in den Jahren 2021, 2022 und 2024 kam es in der Region rund um die Geburtsstätte der Olympischen Spiele zu schweren Waldbränden. Heuer sorgt üppiges Pflanzenwachstum für neue Risiken.
Die Regierung reagiert bereits: Ein nationaler Schutzplan wurde vorgestellt. Noch heuer sollen Brandmelder installiert und für Dutzende Stätten eigene Feuerschutzpläne erstellt werden. Klar ist aber auch: Der Klimawandel verschärft bestehende Gefahren. Was in Griechenland Jahrtausende überstanden hat, könnte nun am Klima scheitern.