Die Diskussionen rund um Irlands Nations-League-Spiel gegen Israel haben unmittelbar vor dem Anpfiff noch einmal für Unruhe gesorgt. Die Spieler stimmten darüber ab, ob sie zur Begegnung antreten wollen. Eine deutliche Mehrheit sprach sich laut Verbandschef David Courell dafür aus, das Spiel zu bestreiten.
Zuvor hatte ein Spieler gegenüber Teamchef Heimir Hallgrímsson sein Unbehagen über die Austragung zum Ausdruck gebracht und angekündigt, den Kader verlassen zu wollen. Schon in den vergangenen Tagen hatten mehrere irische Nationalspieler öffentlich erklärt, dass sie sich mit der Situation unwohl fühlen.
Mittelfeldspieler Jason Knight hatte bereits nach der 0:1-Niederlage gegen Kosovo klare Worte gefunden. "Ich finde nicht, dass das Spiel unbedingt stattfinden sollte, aber es findet nun einmal statt", erklärte der 25-Jährige.
Die Debatte hatte auch Auswirkungen auf die Vorbereitung. Gespräche zwischen Spielern, Trainern und Verbandsverantwortlichen standen im Mittelpunkt, während der übliche Ablauf vor der Partie durcheinandergeriet. Medienberichten zufolge beschäftigte die Frage eines möglichen Boykotts die Mannschaft intensiv.
Schon zuvor hatte es in Irland Forderungen gegeben, die beiden Nations-League-Spiele gegen Israel nicht auszutragen. Der irische Verband hatte sich letztlich für eine Teilnahme entschieden. Auch zahlreiche Sportler hatten zuletzt öffentlich zu einem Boykott aufgerufen.
Damit kommt es am Sonntag wie geplant zum Duell mit Israel in Debrecen. Die Begegnung wird auf neutralem Boden in Ungarn ausgetragen. Wenige Tage später, am Donnerstag, empfängt Irland Österreich in Dublin. Das zweite Duell mit Israel am 4. Oktober findet ebenfalls auf neutralem Boden statt – im serbischen Bačka Topola.