E-Bikes erfreuen sich immer größerer Beliebtheit – doch viele fragen sich: Ist das überhaupt noch Sport? Sportarzt Manfred Achten gibt Entwarnung: E-Bike-Fahren ist prinzipiell gesund, gelenkschonend und gut für Herz und Kreislauf.
Besonders profitieren Menschen mit Übergewicht, Herz-Kreislauf-Problemen, Diabetiker und ältere Menschen vom elektrischen Zweirad. Sie können die Intensität der Belastung über die Motorstützung je nach Leistungsfähigkeit selbst regeln.
Der Mediziner sieht von der sportlichen Seite her nur positive Aspekte: Das E-Bike sei ein gutes Werkzeug, um Menschen, die nicht so bewegungsfreudig sind, in Aktivität zu bringen.
Gibt es beim E-Bike überhaupt einen Trainingseffekt? Der Arzt bestätigt: "Es gibt auf jeden Fall einen Trainingseffekt." Da E-Bikes bei 25 km/h abgeriegelt sind, muss man bei höherem Tempo selbst kräftig in die Pedale treten – und erreicht so eine echte Herz-Kreislauf-Belastung. Studien zeigen zudem, dass tägliches E-Bike-Fahren das Herzinfarktrisiko um bis zu 40 Prozent senken kann. Experten empfehlen generell 30 Minuten moderate Bewegung am Tag – das E-Bike macht es leichter, dieses Ziel zu erreichen.
Auch für Mountainbiker, die nicht so gut trainiert sind, ist das E-Bike eine sinnvolle Alternative. Statt mit einem 180er-Puls eine Stunde lang bergauf zu strampeln, ermöglicht die elektrische Unterstützung ein gesundes Bergerlebnis ohne Überbelastung.