Die Verunsicherung unter Eltern ist derzeit groß: Hintergrund ist eine Erpressungsdrohung gegen den Babynahrungshersteller HiPP. "Heute" hat berichtet. In einer E-Mail sollen bis Anfang April zwei Millionen Euro gefordert worden sein – verbunden mit der Drohung, vergiftete Gläser in Filialen in Tschechien, der Slowakei und im Burgenland zu platzieren.
In der Folge rief Spar Österreich vorsorglich das gesamte Sortiment an HiPP-Babykostgläschen zurück. Die Produkte können im nächstgelegenen SPAR-, EUROSPAR- sowie INTERSPAR-Markt oder Maximarkt zurückgegeben werden. Den Kaufpreis bekommen Kundinnen und Kunden auch ohne Rechnung rückerstattet.
Tatsächlich wurde bisher ein manipuliertes Glas sichergestellt: Im Bezirk Eisenstadt-Umgebung konnte ein Gläschen der Sorte "Karotte mit Kartoffel 190 g" identifiziert werden, das positiv auf Rattengift getestet wurde. Ein weiteres verdächtiges Produkt wird derzeit noch gesucht. Medienberichten zufolge könnten insgesamt bis zu zwölf Gläser betroffen sein.
Die betroffene Ware war laut Polizei mit einem weißen Aufkleber und einem roten Kreis am Glasboden gekennzeichnet. Auch wenn bislang nur ein bestätigter Fall vorliegt, zeigt der Vorfall, wie verwundbar selbst streng kontrollierte Lieferketten sein können – und wie schnell das Vertrauen erschüttert wird.
Vor diesem Hintergrund suchen viele Eltern nach Alternativen, um maximale Sicherheit zu gewährleisten. Eine naheliegende Möglichkeit: Babybrei selbst zubereiten. So behalten Familien die volle Kontrolle über Zutaten, Herkunft und Verarbeitung.
Der Einstieg ist unkompliziert – und lässt sich gut an das Alter des Kindes anpassen:
Karotten-Kartoffel-Brei (ab dem 5. Monat):
2 Karotten, 1 kleine Kartoffel, etwas Wasser, 1 TL Rapsöl
Gemüse schälen, klein schneiden, weich kochen und fein pürieren. Das Öl erst nach dem Pürieren hinzufügen.
Apfel-Bananen-Mus (ab etwa dem 6. Monat):
1 Apfel, 1 reife Banane
Den Apfel schälen, dünsten und pürieren. Die Banane zerdrücken und untermischen. Gut geeignet als milde, natürliche Zwischenmahlzeit.
Zucchini-Reis-Brei (ab etwa dem 6.–7. Monat):
1 kleine Zucchini, 2 EL Reis, etwas Wasser, 1 TL Öl
Reis weich kochen, Zucchini dünsten, anschließend gemeinsam pürieren und mit Öl ergänzen.
Wichtig bei der Zubereitung: Auf Salz, Zucker und Gewürze sollte verzichtet werden. Stattdessen zählen frische, möglichst regionale Zutaten und eine sorgfältige Hygiene in der Küche. Hände, Geräte und Arbeitsflächen sollten stets sauber sein.
Für den Alltag empfiehlt es sich, größere Mengen vorzukochen und portionsweise einzufrieren. So lässt sich der Aufwand reduzieren, ohne auf Sicherheit und Qualität zu verzichten.