Die "Initiative offene Rechtswissenschaft" hinterfragt, ob einige alltägliche Begriffe der deutschen Sprache noch zeitgemäß sind. Wie die "FAZ" berichtet, haben die Juristen nun einen Leitfaden für einen "sensibleren" Sprachgebrauch in einem Glossar veröffentlicht.
Dieser hat es durchaus in sich: So werden die Begriffe "Vater" und "Mutter" hinterfragt. Man solle stattdessen "Elternteil" sagen. Aber nicht nur diese Wörter sollen laut dem Ratgeber der Initiative diskriminierend, stigmatisierend oder zumindest problematisch sein.
Die Autoren finden auch Wörter wie "Analphabeten" nicht korrekt. Diesen Begriff wolle man durch "gering literalisierter Mensch" ersetzen. Da die Bezeichnung "Ausländer" oft abwertend verwendet wird, solle man solche Menschen fortan als "Person mit nichtdeutscher Staatsangehörigkeit" bezeichnen.
Weiters soll aus "Behinderter" ein "Mensch mit Behinderung", aus "V-Mann" eine "V-Person" und aus dem "Verfassungsgeber" die "verfassungsgebende Gewalt" werden. Auch der "Täter" soll zur "Täterschaft" umformuliert werden.
In dem Glossar wird auch die "Ausländerbehörde" erwähnt. Diese wollen die Juristen zu einem "Welcome Center" machen. Laut den Verfassern könne der Ratgeber laufend erweitert werden. So wolle man problematische Begriffe sammeln und Alternativen für diese aufzeigen.