Experte zu Maßnahmen

Spritpreis-Aufreger: "Aufschläge höher als sonst"

Seit Montag gelten neue Regeln für den Spritpreis. Der ÖAMTC-Experte mutmaßt: Die Preise steigen seitdem stärker als sie sollten.
Michael Pollak
19.03.2026, 14:45
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Große Verzweiflung wegen der Spritpreise. Viele Österreicher in Grenznähe fahren extra ins Ausland zum Tanken. In Slowenien ging deswegen an einer Tankstelle der Sprit aus. Weiteres extremes Beispiel: In Oberösterreich haben Mitarbeiter einer Baufirma gleich 18.000 Liter Diesel gestohlen – ihre Beute wird immer wertvoller.

Die hohen Kosten für Energie haben längst auch politische Priorität. EU-Gipfel in Brüssel, das heimische Parlament – alle suchen Wege, um die Preis-Explosion wegen der Iran-Krise auszugleichen.

Der erste Schritt ist seit Montag in Österreich in Kraft. Öl-Multis dürfen ihre Preise für Diesel und Benzin an Tankstellen nur dreimal pro Woche anheben. Montag, Mittwoch und Freitag zu Mittag können die Anzeigen an den Zapfsäulen nach oben geschraubt werden.

Das Resultat sorgt für Kritik. "Heute" befragte ÖAMTC-Experten Martin Grasslober: "Gleich am ersten Tag – am Montag – sahen wir bei einzelnen Tankstellen Preissteigerungen von 14 und 17 Cent um die Mittagszeit."

Er beschreibt dann: "Im Laufe der folgenden zwei Tage wurden diese Steigerungen wieder abgebaut, aber es scheint, als ob diese Aufschläge höher sind als sonst."

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Das belegt wohl Ankündigungen, die es bereits im Vorhinein gab – auch von den Konzernen. Betreiber würden demnach aus Sorge, dass die Ölpreise innerhalb der Zweitagesfristen höher steigen könnten als normal, diese Anstiege vorwegnehmen und gleich mehr von Kunden verlangen.

"Wir sind froh, dass diese Verordnung nur zeitlich begrenzt ist", sagt der ÖAMTC-Experte. Sein Tipp: Jeweils am Montag, Mittwoch oder Freitag kurz vor der Erhöhung tanken gehen – da ist es am billigsten.

Extremer Sprung nach oben bei Spritpreisen zu Kriegsbeginn (im Bild: Diesel).
www.spritpreisrechner.at

Derzeit (Stand Mittwochabend – neuere Zahlen gibt es nicht) kostet ein Liter Diesel im Durchschnitt 1,994 Euro. Innerhalb eines Monats ist der Preis um 47 Cent gestiegen, also um ein Drittel.

Super kostet österreichweit jetzt im Durchschnitt 1,789 Euro, eine Verteuerung um 31 Cent in einem Monat (+21 %).

Ab 1. April soll übrigens eine neue Spritpreis-Bremse kommen. Etwa 10 Cent pro Liter sollen die Maßnahmen den Kunden ersparen.

Das teuerste Bundesland ist derzeit Tirol: Diesel kommt auf 2,029 Euro pro Liter, Super auf 1,804 Euro.

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