Spritpreise auf Rekordniveau – und seit Donnerstag soll die Preisbremse greifen: In Oberösterreich wird deshalb jetzt genau kontrolliert, ob an den Tankstellen alles korrekt läuft.

Konsumentenschutz-Landesrat Stefan Kaineder (Grüne) kündigt eine Schwerpunktaktion an. Seit März ist die Preisbehörde bereits verstärkt unterwegs. Der Fokus: stimmen die Preisauszeichnungen – und gibt es Hinweise auf unerlaubte Tricks an den Zapfsäulen?
Der erste Zwischenbericht fällt eindeutig aus: 171 Tankstellen wurden kontrolliert, keine einzige Beanstandung festgestellt. Weder am Preismast noch direkt an der Zapfsäule gab es Auffälligkeiten. Auch die Daten im Spritpreisrechner waren überall aktuell, zusätzlich wurden sie mit der E-Control abgeglichen.
Für Kaineder ein wichtiges Signal: "Wenn Familien in Linz, Pendler im Mühlviertel oder Handwerker im Innviertel bei jedem Tankstopp tiefer in die Tasche greifen müssen, dann darf niemand auch nur einen Cent draufschlagen, der dort nicht hingehört." Entwarnung gibt es aber nicht.
Denn leistbar ist das Tanken deshalb noch lange nicht: "Die Preise steigen wegen der angespannten Weltlage und wegen eines Präsidenten im Weißen Haus, der mit seinem Kriegskurs im Nahen Osten die Märkte völlig durcheinander bringt", so Kaineder.
Das treffe die Oberösterreicher direkt. Umso wichtiger sei: "Wenigstens vor Ort darf niemand versuchen, aus dieser Lage noch extra Profit zu schlagen." Die Schwerpunktkontrollen werden daher fortgesetzt. Auch im April bleibt die Preisbehörde im Einsatz. "Wenn wer glaubt, in dieser angespannten Lage tricksen zu können, dann bekommt er es mit der Preisbehörde des Landes Oberösterreichs zu tun", so Kaineder.