Von St. Pölten nach Krems: Für die 35 Kilometer lange Strecke benötigt die Bahn noch immer 44 Minuten, während es man mit dem Auto in max. 30 Minuten schafft.
Rund 40.000 Menschen pendlen täglich nach St. Pölten ein und etwa 10.000 aus: "Die Zugverbindung nach Krems liegt jedoch weiter im Dornröschenschlaf", kritisieren St. Pöltens Bürgermeister Matthias Stadler und der Kremser Stadtchef Peter Molnar (beide SP).
Die lang zugesagte Elektrifizierung des wichtigen Abschnitts zwischen Herzogenburg und Krems – unter der letzten VP-Grünen-Bundesregierung für 2028 versprochen – wurde um zwölf Jahre verschoben.
Mit dem Einsatz von batterieelektrischen Zügen könnten die Fahrzeiten wenigstens ab 2029 verkürzt werden. Bis dahin müsse aber dringend modernisiert werden. Die Entfernung von Langsamfahrstellen in den Bahnhöfen, weitere Elektrifizierung sowie Taktverdichtungen könnten schon jetzt umgesetzt werden, damit Bahnfahrer "zumindest gleich lange brauchen wie mit dem Auto".
"Hunderte Personen pendeln täglich zwischen Krems und St. Pölten", es brauche jetzt endlich Beschleunigung: Auch die Landespolitik sei hier gefordert. "Vom zuständigen Landesrat Landbauer haben wir dazu leider aber noch gar nichts vernommen", kritisieren Matthias Stadler und Peter Molnar.
Und: Der zweigleisige Ausbau zwischen Herzogenburg und St. Pölten, anvisiert für 2029, dürfte sich nicht weiter verzögern: "Hier wäre entschlossenes Handeln des Landes gefragt – statt gleichzeitig wichtigen regionalen Mobilitätsprojekten wie dem Stadtbus die Finanzierung zu verweigern."