Bund und Bundesländer rüsten sich gemeinsam mit den Einsatzorganisationen für die bevorstehende Hitzewelle. Damit alle Maßnahmen gut abgestimmt sind und der Informationsaustausch reibungslos funktioniert, hat das Innenministerium auf Wunsch des Gesundheitsministeriums das Staatliche Krisen- und Katastrophenschutzmanagement (SKKM) einberufen.
Laut einer Aussendung ist dieses Gremium, das vom Innenministerium geleitet wird, im Nationalen Hitzeschutzplan des Gesundheitsressorts für die höchste Hitzewarnstufe vorgesehen. Hier sitzen Vertreter von Ministerien, Ländern und Einsatzorganisationen gemeinsam an einem Tisch. Bei der Sitzung am Donnerstag waren rund 100 Vertreter aus ganz Österreich dabei.
Das SKKM, das beim Innenministerium angesiedelt ist, gilt als wichtige Plattform, um sich bundesweit abzustimmen, gemeinsam vorzubereiten und Herausforderungen zu meistern. Generaldirektor Franz Ruf sagt dazu: "Als Leiter des SKKM-Koordinationsausschusses danke ich allen Einsatzorganisationen, Behörden und Beteiligten, die in den kommenden Tagen im Einsatz stehen. Wir werden auch weiterhin das SKKM als bewährte Plattform für Koordination, Kooperation und Information einsetzen."
Auch Gesundheits- und Arbeitsministerin Korinna Schumann hebt die Bedeutung der Zusammenarbeit hervor: "Die kommenden Tage werden für viele Menschen eine enorme Belastung. Deshalb ist es wichtig, dass Bund, Länder und Einsatzorganisationen jetzt eng zusammenarbeiten und sich laufend abstimmen. Hitze ist kein bloßes Wetterphänomen – sie stellt insbesondere für ältere Menschen, Kinder, chronisch kranke Menschen sowie Personen, die im Freien arbeiten, ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko dar. Unser gemeinsames Ziel ist es, bestmöglich vorbereitet zu sein und die Bevölkerung bestmöglich zu schützen."
Im Anschluss richtet sie sich direkt an die Österreicher: "Bitte nehmen Sie die Hitzewarnungen ernst, trinken Sie ausreichend Wasser, vermeiden Sie körperliche Anstrengungen während der heißesten Stunden des Tages und achten Sie besonders auf ältere Angehörige, Nachbarinnen und Nachbarn sowie andere besonders gefährdete Menschen. Gerade in Hitzeperioden kann ein kurzer Anruf oder ein Besuch einen großen Unterschied machen."
Das Gesundheitsministerium beobachtet die Lage gemeinsam mit den zuständigen Behörden laufend und stimmt sich eng mit den Ländern und Einsatzorganisationen ab. Grundlage für alle Maßnahmen ist der Nationale Hitzeschutzplan, der bei entsprechenden Warnstufen ein gemeinsames, koordiniertes Vorgehen aller Beteiligten vorsieht.