Selten gespielte Werke

Staatsoper startet mit packendem Doppelabend in Saison

Am 3. Oktober feiert die Wiener Staatsoper die erste Premiere der Saison mit Musik von Zemlinsky und Bartók, im Mittelpunkt Opernstar Asmik Grigorian.
Heute Entertainment
01.10.2026, 21:31
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Die Wiener Staatsoper eröffnet die neue Spielzeit mit einem außergewöhnlichen Doppelabend: Am 3. Oktober stehen Alexander Zemlinskys "Eine florentinische Tragödie" und Béla Bartóks "Herzog Blaubarts Burg" gemeinsam auf dem Programm.

Beide Einakter kehren damit in einer neuen Inszenierung ins Haus am Ring zurück. Regie führt Vasily Barkhatov, der damit sein Debüt an der Wiener Staatsoper gibt. Die musikalische Leitung übernimmt Alain Altinoglu.

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Großer Abend für Sopran-Superstar

Besonders im Mittelpunkt steht Opernstar Asmik Grigorian: Sie übernimmt gleich beide Frauenrollen des Abends und verbindet damit die zwei Werke auch personell. In "Eine florentinische Tragödie" gibt sie erstmals international die Bianca, in "Herzog Blaubarts Burg" ist sie als Judith zu erleben.

Auch die weiteren Rollen sind prominent besetzt. Christopher Maltman singt Simone und trifft auf Dmitry Golovnin als Guido Bardi. Als Herzog Blaubart kehrt Florian Boesch auf die Bühne der Wiener Staatsoper zurück.

Selten gespielte Werke

Die beiden Werke haben am Haus eine ungewöhnlich kurze Aufführungsgeschichte. "Eine florentinische Tragödie" wurde an der Staatsoper bisher nur 1917 gezeigt – in einer einzigen Serie mit insgesamt drei Vorstellungen. "Herzog Blaubarts Burg" brachte es zwischen 1985 und 1989 auf lediglich neun Aufführungen.

Musikalisch könnten die beiden Stücke trotz ihrer zeitlichen Nähe kaum unterschiedlicher sein. Zemlinskys Werk setzt auf große, üppige Orchesterfarben zwischen Spätromantik und Moderne. Einflüsse von Johannes Brahms, Gustav Mahler und Richard Strauss sind deutlich hörbar. Bartóks "Herzog Blaubarts Burg" schlägt hingegen andere Töne an. Französischer Impressionismus trifft auf Elemente osteuropäischer Volksmusik.

red,01.10.2026, 21:31
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