Neues Wohnprojekt

Stadt Wien baut 80 neue Wohnungen speziell für Frauen

In der Seestadt Aspern entsteht ein neues Wohnprojekt mit rund 80 Wohnungen. Bei der Planung stehen die Bedürfnisse von Frauen im Mittelpunkt.
18.10.2026, 19:54
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Die Stadt Wien setzt beim geförderten Wohnbau künftig noch stärker auf die Bedürfnisse von Frauen. Mit dem Projekt "Frauen-Werk-Stadt - Neu gedacht" soll in der Seestadt Aspern in Wien-Donaustadt eine neue Wohnanlage mit rund 80 Wohnungen entstehen. Im Mittelpunkt stehen leistbares Wohnen, Sicherheit und ein alltagstaugliches Wohnumfeld.

Der dafür vorgesehene Bauplatz ist mehr als 2.500 Quadratmeter groß. Im ersten Halbjahr 2027 soll ein Bauträgerwettbewerb ausgeschrieben werden. Die genauen Details will der wohnfonds_wien Anfang 2027 bekannt geben.

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Frauen reden bei Planung mit

Eine Besonderheit des Projekts: Frauen sollen bereits bei der Entwicklung der Wohnanlage aktiv mitgestalten können. Von den Grundrissen über die Freiflächen bis zum gemeinschaftlichen Zusammenleben sollen ihre Erfahrungen und Wünsche berücksichtigt werden.

"Mehr als eigene vier Wände"

"Wohnen ist mehr als die eigenen vier Wände – Wohnen ist ein Grundbedürfnis. Es geht darum, wie wir unseren privaten Alltag organisieren, wie wir füreinander sorgen und wie wir uns in unserem Wohnumfeld als Rückzugsort wohlfühlen," so Wohnbau- und Frauenstadträtin Elke Hanel-Torsch (SP).

Wohnbau- und Frauenstadträtin Elke Hanel-Torsch mit Bürgermeister Michael Ludwig (SP).
Helmut Graf

"Im Rahmen der ‘Frauen-Werk-Stadt – Neu gedacht‘ sollen Frauen ihre Erfahrungen und Perspektiven aktiv in die Planung eines geförderten Wohnprojekts einbringen, um Räume zu schaffen, die ganz besonders alltagsnah sind", so Hanel-Torsch.

Kurze Wege, Mitbestimmung

Beim Bauträgerwettbewerb sollen insbesondere Planungsteams mit einem möglichst hohen Frauenanteil angesprochen werden. Ziel ist es, weibliche Erfahrungen frühzeitig in die Gestaltung der Wohnungen und Gemeinschaftsflächen einfließen zu lassen. Dabei geht es unter anderem um sichere Wohnumgebungen, kurze Wege im Alltag, Mitbestimmung und gemeinsam nutzbare Bereiche. Männer sind bei der Planung ebenfalls willkommen.

"Bauträgerwettbewerbe sind seit jeher auch Innovationslabore. Umso mehr freut es mich, dass dieses Instrument der Qualitätssicherung für geförderten Wohnbau erneut ein wichtiges aktuelles und zukünftiges Thema bearbeitet. Mit der 'Frauen-Werk-Stadt – Neu gedacht' suchen wir innovative Ansätze, die auf Frauen zugeschnitten sind und ihren Alltag erleichtern", erklärt Gregor Puscher, Geschäftsführer des wohnfonds_wien.

Frauen-Werk-Stadt mit 359 Wohnungen

Ganz neu ist die Idee in Wien nicht. Bereits zwischen 1995 und 1997 wurde in der Donaufelder Straße im 21. Bezirk die erste Frauen-Werk-Stadt errichtet. Die Anlage umfasst 359 Wohnungen sowie einen Kindergarten, Geschäfte, eine Arztpraxis und eine Apotheke. Bei der Planung wurde besonders auf Sicherheit, Familienarbeit und kurze Wege geachtet.

Im Herbst 2004 folgte die Frauen-Werk-Stadt II in der Troststraße im 10. Bezirk mit 140 Wohnungen. Dort stand vor allem das nachbarschaftliche und betreute Wohnen im Alter im Mittelpunkt.

In den folgenden Jahren entstanden weitere Frauenwohnprojekte in Meidling, Donaustadt und Simmering. Erst im März 2026 wurde mit "ro*sa Vielfalt" in der Donaufelder Straße ein weiteres Projekt mit 44 Wohnungen eröffnet.

Mit der neuen Frauen-Werk-Stadt in Aspern soll diese Tradition nun fortgesetzt werden. Der Bauplatz gehört dem wohnfonds_wien und wird dem Sieger des Bauträgerwettbewerbs im Baurecht überlassen.

pet, 18.10.2026, 19:54