Förderungen fixiert

Stadt Wien fördert Porn Film-Festival mit 25.000 Euro

Die Stadt Wien fördert Filmfestivals und Sommerkinos mit 690.000 Euro – darunter 25.000 Euro für das bekannte Porn Film-Festival. Das regt die FPÖ auf
Wien Heute
04.12.2025, 12:00
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Die Stadt Wien fördert im Jahr 2026 insgesamt 13 Filmfestivals und Sommerkinos mit 690.000 Euro. Das wurde nun im Kulturausschuss der Stadt Wien beschlossen. Auch das bekannte "Porn Film Festival Vienna" bekommt erneut eine Subvention – diesmal sind es 25.000 Euro.

8.000 Gäste pro Jahr

Der Verein "Freund_innen des Pornographischen Films" richtet das Festival seit 2018 aus. Mit rund 8.000 Gästen pro Jahr versteht sich der Verein als Plattform für Kunst, Bildung und gesellschaftlichen Dialog rund um Sexualität, Körperbilder und Pornografie. Die kommende Ausgabe soll auf Barrierefreiheit, Diversität und neue Beziehungsformen fokussiert sein. Von 16. bis 20. April 2026 wird fünf Tage lang Festivalprogramm geboten. Dabei werden laut dem Verein 15 Langfilme und 20 Kurzfilmprogramme mit 170 Kurzfilmen gezeigt.

Nackte Haut auf Leinwand

In den Kinos Schikaneder und Breitenseer Lichtspiele wird viel nackte Haut auf der Leinwand gezeigt. Andere Spielorte sind die Aids Hilfe Wien, die Akademie der Bildenden Künste, der Prospekthof und der Camera Club. Insgesamt werden laut den Veranstaltern 8.000 Besucher erwartet.

FPÖ ärgert Förderung

Die FPÖ ist über die Förderung des Festivals empört. Wiens FPÖ-Kultursprecher Lukas Brucker: "Dass die rot-pinke Stadtregierung in Zeiten der faktischen Pleite Wiens ihren Förderwahnsinn ungebremst fortsetzt, ist völlig absurd." Besonders stört ihn die fehlende Transparenz: "Die Stadt Wien legt nicht einmal offen, welche Förderwerber abgelehnt wurden und leer ausgegangen sind."

Höchstbetrag 200.000 Euro

Neben dem umstrittenen Festival erhalten unter anderem das VOLXkino (130.000 Euro), der Verein Independent Cinema (200.000 Euro) und die Jüdische Filmwoche (90.000 Euro) Fördergelder. Die 25.000 Euro Förderung für das Porn Film Festival sind am unteren Ende der Förder-Hitliste angesiedelt. Das Filmarchiv Austria und der Verein Frameout bekommen ebenfalls 25.000 Euro. "Landjäger", der Verein für Film und Magazinkultur, wird mit 10.000 Euro gefördert. Brucker fordert volle Transparenz bei allen Förderentscheidungen – und ein Ende der "Förderpolitik nach Gutdünken".

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