Mit insgesamt 46,4 Millionen Euro unterstützt die Stadt Wien die Joboffensive 50plus und die neue Joboffensive für Jugendliche. "Der waff hat so die Arbeitsuchenden gemeinsam mit dem AMS Wien mit einem starken Argument ausgestattet, damit sie von den Unternehmen eingeladen werden und die Möglichkeit bekommen zu zeigen, was sie können", heißt es dazu aus dem Rathaus.
2019 stoppte die ÖVP-FPÖ-Bundesregierung die "Aktion 20.000", die ältere Menschen zurück in die Arbeitswelt bringen sollte. Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) reagierte mit der "Joboffensive 50plus". Diese brachte bisher rund 2.500 Wienern über 50 Jahre einen neuen Job und für viele Unternehmen wertvolle neue Mitarbeiter, so Ludwig. 2026 werde die Aktion unvermindert fortgesetzt.
"Zeitgleich zum Ende der Aktion 20.000 startete unsere Wiener Joboffensive 50plus: Diese bietet Unternehmen, die langzeitbeschäftigungslose Wiener über 50 Jahre einstellen, attraktive Förderungen. Das Programm erhöht die Beschäftigung der Zielgruppe auch nach Förderende nahezu um das Fünffache. 87 Prozent der Personen, die über die Joboffensive 50plus wieder zurück im Job sind, sind ein Jahr danach beschäftigt", so Ludwig. "Diese Förderung ist somit ein ganz effektives Mittel gegen die Diskriminierung von über 50-Jährigen am Arbeitsmarkt."
Unternehmen, die Arbeitssuchende einstellen, bekommen für vier Monate fast die gesamten Lohnkosten ersetzt, danach noch rund zwei Drittel.
Die Wirkung ist messbar: Laut Evaluierung von 2023 waren 87 Prozent der Teilnehmer auch ein Jahr nach dem Förderende noch beschäftigt. In einer Vergleichsgruppe ohne Förderung lag der Anteil bei nur 24 Prozent.
Auch die Joboffensive für tausend Jugendliche läuft bereits. Mehr als 80 Wienerinnen und Wiener zwischen 18 und 24 Jahren haben über dieses Programm bereits einen Job gefunden. Firmen erhalten vier Monate lang einen Lohnkostenzuschuss – wenn sie junge Menschen einstellen, die zuvor mindestens neun Monate beim AMS gemeldet waren. 3,4 Millionen Euro investiert Wien dafür in den kommenden zwei Jahren.
Zielgruppe sind gezielt jene jungen Erwachsenen, bei denen noch verhindert werden kann, dass sie dauerhaft in die Langzeitarbeitslosigkeit abrutschen. Ein Ausstieg aus der Langzeitarbeitslosigkeit gestaltet sich ungemein schwieriger als die frühzeitige Förderung und Vermittlung junger Menschen, die nachhaltige Beschäftigungseffekte mit sich bringt.