Im Mai startet die Eishockey-Weltmeisterschaft in Zürich und Freiburg. Für die Schweiz, die von Patrick Fischer betreut wird, zählt bei seinem letzten Turnier nur eines: der große Triumph.
Doch jetzt kommt alles anders: Wie berichtet, hat der Schweizer Eishockeyverband SIHF bestätigt, dass Trainer Patrick Fischer (50) während der Corona-Zeit ein gefälschtes Covid-Zertifikat verwendet hat. Er wurde dafür 2023 als Privatperson verurteilt und hat alle Konsequenzen akzeptiert.
Fischer selbst sagt: "Vor den Olympischen Winterspielen in Peking bin ich unter Verwendung eines nicht gültigen Covid-Impf-Zertifikats nach China eingereist. Die Swiss Ice Hockey Federation, Swiss Olympic sowie mein Umfeld hatten davon keine Kenntnis." Und weiter: "Ich befand mich in einer außergewöhnlichen persönlichen Notlage, da ich mich nicht impfen lassen wollte."
Besonders brisant: Anfang November 2021 hat der Trainer die ganze Schweiz getäuscht. In einem Interview mit dem "Tages-Anzeiger" meinte er damals: "Ich werde am 12. Dezember vollständig geimpft sein. Denn zwei Wochen später, am 26., fliege ich nach Edmonton an die U-20-WM."
Auf die Frage, warum er mit der Impfung gewartet habe, antwortete Fischer: "Ich impfe sonst nicht. Ich mache auch keine Grippeimpfung, meine Kinder sind nicht geimpft. Ich dachte, ich würde bei Corona vielleicht mit Testen durchkommen. Aber das geht nun nicht, also impfe ich. Alles gut." Auch seine Skepsis gegenüber Impfungen sprach er offen an.
"Seit ich 18 bin und mich bewusst entscheiden konnte, habe ich keine Impfung mehr gemacht. Auch als Spieler ließ ich mich nie impfen. Ich habe mich vor der Geburt meines Sohnes Kimi (im Jahr 2001) intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt und kam zum Schluss: ‹Wenn ich mich gesund ernähre und mein Immunsystem stärke, brauche ich das nicht›", so Fischer. "Ich bin damit gut gefahren, bin nie krank, meine Kids auch nicht. Ich bin kein Impffan, aber das hat nichts mit Corona zu tun. Das war schon immer so."
Für den Schweizer Eishockeyverband ist die Geschichte damit abgeschlossen. Urs Kessler, Präsident der Swiss Ice Hockey Federation, sagt: "Wir als Verband haben dies zur Kenntnis genommen und finden es anerkennenswert, dass Patrick Fischer diesen Schritt an die Öffentlichkeit geht und seinen Fehler klar einräumt. Dies zeigt persönliche Verantwortung und Größe."