Bundeskanzler Christian Stocker nimmt am Montag am Treffen der sogenannten Koalition der Willigen in Paris teil. Österreich gehört dem Bündnis als beobachtendes Mitglied an.
Die teilnehmenden Staaten beraten darüber, wie rasch ein Waffenstillstand sowie ein gerechter und nachhaltiger Frieden in der Ukraine erreicht werden können. Gleichzeitig soll der Druck auf Russland weiter erhöht werden.
"Heute geht es darum, dass die Ukraine in eine Position der Stärke kommen soll", erklärt Stocker. Es gebe eine breite Allianz von Staaten, die sich gegen eine gewaltsame Verschiebung von Grenzen stelle.
"Die Sicherheit der Ukraine ist auch unsere Sicherheit, die Ukraine verteidigt auch die Sicherheit Europas. Deshalb verdient sie auch unsere Solidarität", so der Kanzler: "Österreich wird seinen Beitrag leisten, damit dieser Krieg so schnell wie möglich endet".
Vor den Beratungen traf Stocker in Paris Moldaus Präsidentin Maia Sandu. Österreich zählt zu den zehn größten Investoren in der Republik Moldau. Im Jahr 2024 stiegen die Exporte österreichischer Unternehmen um 35,1 Prozent auf 109 Millionen Euro. Österreich unterstützt Moldau zudem bei der Annäherung an die Europäische Union.
Am Montagabend nimmt Stocker auf Einladung von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron an einem Abendessen im Elysée-Palast teil.
Vor seiner Rückreise nach Wien besucht Stocker am Dienstagvormittag noch die Parade zum französischen Nationalfeiertag. Unter dem Motto "Strategisches Erwachen Europas" nehmen 37 Staaten teil – davon 35 der Koalition der Willigen. Auch 23 Soldaten der österreichischen Garde marschieren mit.