Das Forschungsinstitut WIFO sieht in seinen aktuellen Konjunkturaussichten eine Fortsetzung der seit 2025 begonnenen Erholung. Aber: Das mittelfristige Aufwärtspotenzial ist wegen der Krise zwischen den USA und dem Iran begrenzt.
Die Hauptprognose für das reale Wirtschaftswachstum liegt in Österreich bei plus 0,9 Prozent für 2026. Bis 2031 wird ein reales BIP-Plus von durchschnittlich nur rund 1 Prozent jährlich erwartet.
Die weiteren Zahlen: Die Inflationsrate, getrieben durch hohe Energiepreise, wird für heuer bei 3,3 Prozent prognostiziert. Im kommenden Jahr soll sie wieder etwas sinken – auf 2,6 Prozent.
"Gut, aber nicht gut genug", kommentiert die Präsidentin der Wirtschaftskammer OÖ, Doris Hummer, die Aussichten. Erfreulicherweise habe man sich von der Rezession verabschiedet. Die Wirtschaft benötige aber weitere wirksame Maßnahmen, damit die Unternehmen spürbar bei den Energiekosten und den ausufernden Bürokratiekosten entlastet werden.
"Die Bundesregierung muss endlich ins Tun kommen und geplante Entlastungsmaßnahmen umgehend umsetzen", fordert Hummer. Während man bei den Aufwendungen für Energie teilweise von externen Geschehnissen abhängig ist, sei vor allem der zögerliche Bürokratieabbau "vollkommen unverständlich".
In einem Hochsteuerland wie Österreich über zusätzliche Steuererfindungen zu diskutieren, sei wirtschaftsschädigend. "Es sei daher kein Wunder, dass Unternehmen bei Neuinvestitionen zurückhaltend sind, wenn sie anstelle von Entlastungen laufend mit neuen Ideen konfrontiert würden, so die Präsidentin.
"Die Bundesregierung muss hier auf die Stopptaste drücken und wieder Vertrauen aufbauen", betont sie. Es gehe darum, dass die Wirtschaft wieder um mehr als rund 1 Prozent wachse.