Strache seit 19 Jahren kein Wiener - die Kripo-Papiere

Strache könnte bei der Wien-Wahl völlig leer ausgehen.
Strache könnte bei der Wien-Wahl völlig leer ausgehen.picturedesk/zVg
Ist Heinz-Christian Strache ein Wiener oder nicht? Eine entscheidende Frage für die bevorstehende Wien-Wahl.

Es ist eigentlich ganz simpel: Wer bei den Wiener Gemeinderatswahlen antritt, muss auch seinen Lebensmittelpunkt in Wien haben. Wer in einem anderen Bundesland wohnt, der darf auch nicht zur Wahl antreten.

Dieser Umstand könnte Heinz-Christian Strache nun tatsächlich seine Kandidatur bei der kommenden Wien-Wahl kosten. Denn die Kleinpartei "Wandel" polterte zuletzt, dass der ehemalige FPÖ-Chef eigentlich in Klosterneuburg leben würde. Also in Niederösterreich. Das Team HC entgegnete, dass Strache seinen Hauptwohnsitz in Wien-Landstraße hätte.

Wiener Original?

Und tatsächlich ist der Politiker noch in der Bundeshauptstadt gemeldet, dürfte dort aber keinen Hauptwohnsitz haben. Das geht aus Papieren der Kriminalpolizei hervor. Demnach wollte man im Sommer 2019 eine Hausdurchsuchung bei Strache durchführen, fand bei der angegebenen Adresse jedoch lediglich seine Mutter vor. Und diese erklärte den Beamten, dass ihr Sohn seit 19 Jahren nicht mehr hier wohnen würde. Er komme sie lediglich hin und wieder besuchen. 

Die Polizei bestätigt in dem Dokument, dass in der kleinen Wohnung keinerlei persönliche Gegenstände von Heinz-Christian Strache zu finden waren. Nach einer halben Stunde beendete man die Durchsuchung. 

Strache selbst bezeichnet sich immer wieder als "Wiener Original". Ob er das wirklich ist, muss nun die Wahlbehörde prüfen. Im schlimmsten Fall könnte der Name "Strache" von der Liste zu den Wiener Gemeinderatswahlen gestrichen werden.

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