In Wien tickt für zehntausende Autofahrer die Uhr: Ende Februar verlieren rund 80.500 Parkpickerl ihre Gültigkeit. Mehr als die Hälfte der Betroffenen hat sich noch nicht um eine Verlängerung gekümmert. Wer zu lange wartet, riskiert saftige Strafen.
Insgesamt besitzen 402.877 Wienerinnen und Wiener ein Parkpickerl. Vier Jahre nach Start der flächendeckenden Kurzparkzone steht nun eine große Verlängerungswelle an. Besonders betroffen sind die großen Bezirke Hietzing, Floridsdorf, Donaustadt und Liesing. Über 48.000 Anträge fehlen derzeit noch.
Die Bezirksämter raten dringend, nicht bis zur letzten Minute zuzuwarten. Denn wer knapp vor Ablauf einzahlt, geht ein Risiko ein: Kommt die Zahlung nicht rechtzeitig an, gibt es auch keinen gültigen Bescheid – und das Auto steht ohne gültiges Pickerl auf der Straße.
Beantragt werden kann das Parkpickerl entweder persönlich beim zuständigen Bezirksamt am Hauptwohnsitz oder bequem online – mit oder ohne ID Austria. Möglich sind Laufzeiten zwischen mindestens vier Monaten und maximal zwei Jahren.
Achtung bei Online-Anträgen: Je nach Bank kann es bis zu einer Woche dauern, bis das Geld verbucht ist. Erst danach wird der Bescheid ausgestellt. Bis dahin droht im schlimmsten Fall ein Strafzettel.
Das Wiener Parkpickerl gilt seit März 2022 flächendeckend in der Stadt. Der Preis liegt aktuell bei 13 Euro pro Monat. Zusätzlich fallen Bundes- und Verwaltungsabgaben an. Wer direkt im Magistratischen Bezirksamt beantragt, zahlt 56,70 Euro. Online ist es günstiger: 43,70 Euro.