Jedes Jahr pilgern die besten Skifahrer der Welt nach Kitzbühel, um sich bei einem der prestigeträchtigsten Rennen im Weltcup zu beweisen. Das hat jedoch nicht nur mit Ruhm und Ehre zu tun. Die Hahnenkammrennen zählen auch finanziell zu den wichtigsten Bewerben im Skizirkus. Seit Jahren schütten die Veranstalter das höchste Preisgeld im gesamten Weltcup aus.
Und weil das nicht genug ist, setzt das Hahnenkammrennen bei der 86. Austragung noch einen oben drauf: Die Ski-Stars dürfen sich dieses Jahr über ein Rekord-Preisgeld freuen. Über die drei Rennen hinweg werden insgesamt 1.050.000 Euro ausgeschüttet. Das ist um 50.000 Euro mehr als im Vorjahr.
Pro Rennen bedeutet das 350.000 Euro, die unter den besten 30 aufgeteilt werden. Je weiter vorne, desto mehr gibt es natürlich: Der Sieger staubt 101.000 Euro ab. Der Zweitplatzierte bekommt 51.000 Euro, und auch der Dritte nimmt immerhin 26.000 Euro mit nach Hause.
Im Vergleich dazu verlangt der internationale Skiverband FIS als Mindestpreisgeld pro Weltcuprennen nur 167.000 Euro. In Wengen etwa bekam Odermatt als Sieger etwas mehr als 54.000 Euro – diesen Betrag gibt's in Kitzbühel sogar für den Zweiten.
Schweiz-Star und Sieganwärter Franjo von Allmen freut sich über das satte Preisgeld in Kitzbühel. Unter den Fahrern sei das aber gar nicht so großes Thema. "Es ist schon cool, aber auch berechtigt. Jeder, der hier runterfährt, riskiert seine Gesundheit. Da ist es schön, wenn man ein bisschen Geld verdienen kann." Trotzdem steht für ihn das Preisgeld nicht im Vordergrund.
Noch ein Blick auf die Preisgeld-Rangliste dieser Saison: Marco Odermatt liegt – wenig überraschend – ganz vorne. Fast eine halbe Million Euro hat er schon eingefahren. Dahinter folgt Atle Lie McGrath mit 190.782 Euro. Lucas Pinheiro Braathen liegt mit 181.294 Euro auf Platz drei. Mit Loïc Meillard (6.) und Franjo von Allmen (7.) sind noch zwei weitere Schweizer in den Top 10. Beide haben knapp 135.000 Euro kassiert.