Bisher nur Drohung

Streit um Gastpatienten: "Noch keine Klage erhalten"

Im Streit um Gastpatienten aus NÖ und dem Burgenland verschärft sich der Ton. Das betroffene Wiener Spital hat noch keine Klage erhalten.
Thomas Peterthalner
05.03.2026, 12:02
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Der Konflikt um Gastpatienten sorgt weiter für politischen Zündstoff zwischen Wien und den Nachbarbundesländern. Während Niederösterreich und das Burgenland den Druck erhöhen, lässt Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SP) nun aufhorchen: Die viel zitierte Klage eines Patienten gegen ein Wiener Spital ist bislang offenbar nirgends offiziell angekommen.

"Wird für Wien nicht lustig"

NÖ-Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) und Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) hatten die Bundeshauptstadt Wien für die Gastpatienten-Regelung scharf attackiert. "Das wird für Wien nicht lustig werden", erklärten sie. Patienten aus anderen Bundesländern würden in Wiener Spitälern abgewiesen, das müsse sofort beendet werden.

Ludwig: "Kennen keine Klage"

Ein zentraler Punkt der Kritik ist eine angebliche Klage eines Patienten aus Niederösterreich gegen das Orthopädische Spital Speising in Wien-Hietzing. Das Land Niederösterreich unterstützt den Patienten dabei. Wiens Bürgermeister Ludwig zeigt sich darüber verwundert. "Seit Wochen gibt es sie angeblich, aber mir ist diese Klage noch nicht bekannt. Wir kennen sie nicht", so Ludwig zur "Krone".

Spital hat nichts bekommen

Selbst das Spital, gegen das geklagt worden sein soll, weiß bislang nichts davon. Beim Orthopädischen Spital Speising ist jedenfalls keine Klage eingelangt. "Bis jetzt liegt uns nichts vor", sagt Sprecher Pierre Saffarnia zu "Heute".

Wien setzt auf neues Modell

Die jüngsten Angriffe der Landeshauptleute nimmt Ludwig zur Kenntnis. Inhaltlich bleibt der Bürgermeister bei seiner Linie. Wien setze weiterhin auf ein Modell mit vier Gesundheitsregionen für ganz Österreich.

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