Wenn du mit deinem Hund spazieren gehst, kennst du das vielleicht: Zwischendurch aufs Handy schauen oder Kopfhörer aufsetzen, weil es sonst manchmal fad wird. Das ist zwar verständlich, aber genau das führt laut einer neuen Studie dazu, dass immer mehr Hundstrümmerl liegen bleiben. Forscher von der University of Surrey in England haben das in der Fachzeitschrift "Society & Natural Resources" veröffentlicht. Auch "Popular Science" und der "Standard" berichten darüber.
Die Forscher haben insgesamt 40 Stunden lang Hundebesitzer in den Surrey Hills südwestlich von London beobachtet. Sie wollten wissen, wie sich die Leute beim Gassigehen wirklich verhalten. Bei elf verschiedenen Gelegenheiten haben sie gesehen, dass Hundebesitzer so sehr aufs Handy oder in ihre Musik vertieft waren, dass sie gar nicht mitbekommen haben, wie ihr Hund sein Geschäft gemacht hat. Das Team spricht dabei von "Pet Fouling", also liegen gelassenem Hundekot. Die Forscher sagen aber ganz klar: Das liegt meistens nicht daran, dass die Leute absichtlich etwas liegen lassen, sondern weil sie einfach abgelenkt sind.
Die Studie hat auch gezeigt: Wer abgelenkt ist, merkt oft nicht, wenn der Hund ins Gebüsch läuft oder Wild- und Nutztiere stört. "Hundespaziergänger werden oft entweder als verantwortungsbewusst oder als verantwortungslos dargestellt, aber unsere Forschung zeigt, dass die Realität weitaus komplizierter ist", sagt Tom Roberts, einer der Studienautoren. "Die meisten Menschen kümmern sich sehr um ihre Hunde und die Natur. Probleme entstehen häufig, weil ihre Aufmerksamkeit geteilt ist oder weil die Einrichtungen nicht dazu passen, wie das Gassi gehen tatsächlich abläuft."
Aber es gibt auch Positives: Die meisten beobachteten Hundebesitzer haben brav die Gackerl ihrer Vierbeiner eingesammelt, manche sogar die von anderen Hunden. Auch sonst haben sie sich meistens an die Regeln gehalten – etwa die Hunde an der Leine geführt und sind auf den vorgesehenen Wegen geblieben, steht in der Studie.