Obwohl viele Studierende in Österreich finanzielle Hilfe brauchen könnten, sind staatliche Fördermöglichkeiten oft unzureichend bekannt, was die ÖH nun zu scharfen Reformforderungen veranlasst.
Nur 59 Prozent kennen die Studienbeihilfe nach Selbsterhalt, die sich an Studenten richtet, die vor ihrem Studium bereits mehrere Jahre selbst für ihren Lebensunterhalt aufgekommen sind. Noch weniger bekannt sind die Auslandsstudienbeihilfe und der Kinderbetreuungszuschuss.
Die ÖH befürchtet, dass durch dieses Unwissen gerade jene Studierenden benachteiligt werden, die finanzielle Unterstützung besonders dringend benötigen.
"Bildung wird in Österreich noch immer vererbt", kritisiert Viktoria Kudrna aus dem ÖH-Vorsitz, denn Studierende aus Akademikerfamilien profitieren nicht nur finanziell, sondern auch vom Erfahrungswissen der Eltern über das Hochschulsystem.
Wer nicht weiß, ob er Anspruch auf Studienbeihilfe hat, kann sich noch heute informieren. Am Montag, dem 12. Oktober, veranstaltet die ÖH gemeinsam mit der Stipendienstelle um 17:30 Uhr eine kostenlose Online-Informationsveranstaltung.
Dabei werden die verschiedenen Beihilfen, die Voraussetzungen und die Antragstellung erklärt. Auch Fragen können direkt gestellt werden. Die Teilnahme ist ohne Anmeldung über Zoom über diesen Link möglich.