Ein Name sticht bei Bosnien besonders heraus: Edin Dzeko, einer der prägenden Stürmer Europas der vergangenen 20 Jahre, zeigt auch mit 39 Jahren, warum er noch immer der Anker und Führungsfigur dieses Teams ist. Beim 3:1 gegen Rumänien stemmte er sich im Strafraum gegen zwei Verteidiger durch, behauptete den Ball und stellte mit dem 1:1 die Weichen auf Sieg. Ein Moment, der Bosnien in ein Spiel zurückholte, in dem sie zuvor überhaupt keinen Zugriff hatten.
Dzeko hat erst vor wenigen Wochen in Wien zugeschlagen: Beim 3:0 der Fiorentina gegen Rapid traf er ebenfalls. Sein Geheimnis? "Ich versuche einfach, mit den Jungen mitzuhalten. Ich gebe immer mein Bestes. Dafür musst du hart arbeiten – aber ich fühle mich gut und mache weiter, solange es geht." 145 Länderspiele, 72 Tore – und auch das entscheidende Tor beim bisher einzigen Sieg Bosniens gegen Österreich 2018 geht auf sein Konto.
Für den Showdown heute fehlen den Bosniern allerdings wichtige Kräfte. Neben den gesperrten Amar Dedic und Dzenis Burnic fallen mehrere Leistungsträger verletzt aus. Selbst Routinier Sead Kolasinac sitzt nach seinem Kreuzbandriss derzeit eher auf der Bank. Doch Teamchef Sergej Barbarez lässt sich davon nicht anstecken. In Wien sprach er mit sichtbarer Vorfreude von einem "Traum", der Realität geworden sei: Die Chance, sich im November direkt für die WM zu qualifizieren. Das 1:2 im Hinspiel habe man aufgearbeitet, man sei bereit, selbstbewusst aufzutreten.