In den spanischen Provinzen Valencia und Alicante spielten sich dramatische Szenen ab. Der Sturm "Adam" traf die Regionen mit voller Wucht. Straßen, Häuser und Campingplätze standen am Montag unter Wasser. Zudem sollen mehrere Küstenstädte von der Außenwelt abgeschnitten sein.
Wie "El País" berichtet, soll es in der Nacht auf Montag in einigen Gebieten Niederschlagsmengen von bis zu 700 Litern pro Quadratmeter gegeben haben. Im Norden von Alicante soll es bereits zu Rettungsaktionen gekommen sein. Des Weiteren verhängte die Regionalregierung von Valencia Ausgangssperren für 145 Gemeinden im Süden Valencias und im Norden von Alicante. Rund 900.000 Menschen seien betroffen.
Auch der Unterricht für etwa 100.000 Schüler wurde in beiden Provinzen ausgesetzt. Der spanische Regierungschef Pedro Sánchez forderte die Bevölkerung der betroffenen Gebiete dazu auf, sich in den oberen Stockwerken ihrer Häuser aufzuhalten. In Oliva mussten rund 2000 Menschen von sieben Campingplätzen evakuiert werden, hieß es vonseiten der Bürgermeisterin Yolanda Pastor.
Gegenüber dem TV-Sender RTVE sagte sie, dass die Lage noch immer angespannt sei. Demnach wären noch immer Menschen von den Wassermassen in ihren Häusern eingeschlossen. Manche Betroffene seien auf die Dächer von Gebäuden geflohen und warten auf Rettung aus der Luft.
In den betroffenen Regionen wurde die zweithöchste Notfallstufe ausgerufen. Ruhiger blieb es auf Mallorca. Trotz der höchsten Alarmstufe Rot wurden lediglich drei kleinere Zwischenfälle registriert. Diese betrafen zwei umgestürzte Bäume und eine mittlerweile behobene Einsturzgefahr.
Schon am Wochenende sorgte der Sturm für Chaos in Spanien. Dabei kam es bereits zu zwei Todesopfern. So starb eine Frau in Sagunto und eine weitere im katalanischen Cabrera de Mar. Erst im Laufe des Montags sollen die Regenfälle in Valencia und Alicante abnehmen. Der Sturm soll dann nach Katalonien weiterziehen.