Jetzt werden Demos verboten

Krawalle, tausende Festnahmen: Frankreich brennt

Nach heftigen Krawallen und über 2.000 Festnahmen greift Frankreich durch. In Marseille sind Demonstrationen am Montag verboten.
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Frankreich kommt nicht zur Ruhe! Nach massiven Ausschreitungen, Straßenschlachten und Plünderungen am Wochenende ziehen die Behörden in Marseille die Reißleine. Am Montag sind sämtliche öffentlichen Versammlungen und Demonstrationen zwischen 12 und 20 Uhr verboten.

Hintergrund sind landesweite Proteste gegen die hohen Lebenshaltungskosten, die in mehreren französischen Städten völlig aus dem Ruder gelaufen sind. Demonstranten lieferten sich heftige Auseinandersetzungen mit der Polizei. Hunderte Geschäfte wurden geplündert, die Sicherheitskräfte setzten Tränengas und Wasserwerfer ein. Landesweit wurden mehr als 2.000 Menschen festgenommen.

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Innenminister spricht von "Kontrollverlust"

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron verurteilte die Gewalt scharf und kündigte eine umfassende Aufklärung der Ereignisse an. Innenminister Laurent Nunez sprach angesichts der Ausschreitungen sogar von einem "Kontrollverlust".

Nunez bot Macron mittlerweile seinen Rücktritt an. Der Präsident lehnte diesen allerdings ab. Als Begründung verwies Macron auf die notwendige Kontinuität bei der Führung der Sicherheitskräfte.

Österreich warnt jetzt Frankreich-Urlauber

Die angespannte Sicherheitslage hat auch Folgen für Österreicher, die eine Reise nach Frankreich planen oder sich bereits dort aufhalten.

Das österreichische Außenministerium ruft zu besonderer Vorsicht auf. In ganz Frankreich gelte derzeit die zweithöchste Terrorwarnstufe des französischen Sicherheitsplans Vigipirate.

Vor allem in Paris und anderen Ballungsräumen müsse mit weiteren Demonstrationen, Blockaden von Schulen und Hochschulen sowie massiven Verkehrsbehinderungen gerechnet werden. Auch ein verstärktes Polizeiaufgebot sei zu erwarten.

Das müssen Reisende jetzt beachten

Das Außenministerium empfiehlt, größere Menschenansammlungen und Demonstrationen unbedingt zu meiden. Besondere Vorsicht sei im Umfeld von Schulen und Universitäten geboten.

Wer mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, sollte sich vor Fahrtantritt über die aktuelle Verkehrslage informieren. Kurzfristige Straßensperren, Zugausfälle und Verzögerungen sind nicht ausgeschlossen.

Reisende werden außerdem aufgefordert, die Anweisungen der französischen Behörden und Sicherheitskräfte zu befolgen.

mrr, red, Akt. 19.10.2026, 13:04, 19.10.2026, 13:01