Andreas Bluhm (66) hatte allen Grund zur Freude: Bei der Stadtratswahl im niedersächsischen Cloppenburg wurde der AfD-Kandidat mit 540 Stimmen direkt gewählt. Doch daraus wird nun nichts – und schuld daran ist er selbst.
Beim Ausfüllen eines Formulars der Gemeindewahlleiterin setzte Bluhm das Kreuz an der falschen Stelle. Anstatt seine Wahl anzunehmen, erklärte er damit schriftlich den Verzicht auf seinen Sitz im Stadtrat.
Wie "Der Spiegel" unter Berufung auf die "Nordwest-Zeitung" meldet, lässt sich diese Entscheidung nicht mehr rückgängig machen.
Das Pikante: Hätte Bluhm den Brief gar nicht ausgefüllt und zurückgeschickt, wäre seine Wahl automatisch als angenommen gegolten.
"Ich war ganz wild darauf, in den Stadtrat zu kommen", sagte Bluhm gegenüber der Nordwest-Zeitung. "Bis Dienstag war mir nicht klar, dass ich dem nächsten Stadtrat nicht angehören werde." Sein Kommentar zur Panne: "Ich ärgere mich gewaltig."
Für die AfD in Cloppenburg ist der Vorfall besonders bitter: Die Partei hatte bei der Wahl 22,29 Prozent der Stimmen erhalten und neun Sitze gewonnen. Weil sie allerdings zu wenige Kandidaten aufgestellt hatte, kann sie davon ohnehin nur fünf besetzen. Durch Bluhms Fehler fällt nun noch ein weiterer Sitz weg.