"Schweinegesichter"

AfD zeigt Comedian an – auch seine TV-Show soll weg

Kurt Krömer teilt gegen AfD-Wähler aus und bekommt jetzt Ärger: Ein Politiker zeigt den Comedian an und will seine ZDF-Show stoppen.
15.10.2026, 10:34
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Für seine deutlichen Worte gegen AfD-Wähler bekommt Kurt Krömer nun juristischen Gegenwind. Der Berliner Comedian (51), der mit bürgerlichem Namen Alexander Bojcan heißt, hatte am 9. Oktober auf Instagram erklärt, bei seiner für 2027 geplanten Lesetour keine Anhänger der Partei im Publikum haben zu wollen.

Dabei wurde er deutlich: "Keine Tickets für AfD-Wähler, ja? Euer Geld möchte ich nicht, das stinkt – genauso wie ihr. Außerdem habe ich keine Lust, auf der Bühne zu stehen und in irgendwelche Schweinegesichter zu gucken."

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Dennis Hohloch, AfD-Landtagsabgeordneter in Brandenburg und Mitglied des Bundesvorstands, reagierte mit einer Strafanzeige. Er wirft dem 51-Jährigen Volksverhetzung und Beleidigung vor.

Darüber hinaus startete Hohloch laut "tag24.de" eine Online-Petition, die das ZDF zur Absetzung von Krömers neuer Sendung "Krömers letzte Stunde" bewegen soll. Das Format ist ab 26. November bei ZDFneo geplant.

ZDF reagiert

Von Einschüchterung lässt sich der Komiker offenbar nicht beeindrucken und konterte auf seine Weise: Auf Instagram teilte er ein Foto des Politikers mit dem Kommentar "Der Mann hinter der ZDF-Petition" und zwei lachenden Emojis.

Außerdem verwies Krömer darauf, dass Hohloch zu jenen AfD-Abgeordneten in Brandenburg zähle, die der dortige Verfassungsschutz namentlich als gesichert rechtsextremistisch führt.

Das ZDF hält unterdessen an der Ausstrahlung fest. "Der Beitrag Kurt Krömers auf seinem Instagram-Kanal ist eine Äußerung, die in keinem Zusammenhang mit einer Produktion des ZDF steht", stellte der Sender klar. Geplant sind vier Folgen, in denen prominente Gäste miteinander plaudern und sich verschiedenen Spielen stellen.

red, 15.10.2026, 10:34
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