Keine Tore, starke Leistung

Sturm verpasst Sensation gegen Frankreich-Topteam

Sturm Graz gelingt ein echter Achtungserfolg. Zum Start der Europa-League-Ligaphase erkämpften die Steirer ein 0:0 gegen Stade Rennes.
Sport Heute
16.09.2026, 22:58
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Der Dritte der Ligue 1 war vor 13.000 Fans im Liebenauer Stadion zwar über weite Strecken tonangebend gewesen, ließ allerdings Top-Chancen liegen. So zählte auch der vermeintliche Führungstreffer durch Adrien Thomasson (8.) nicht, genauso wie ein Kopfball-Treffer von Sturms Paul Koller (35.). Der starke Jakob Peter Hödl (57., 70.), sowie Simon Seidl (84.) vergaben sogar die Sensation.

Für Österreichs Vizemeister bedeutet das Unentschieden gegen das Topteam aus Frankreich einen guten Start in die Europa League. Am zweiten Spieltag wartet nach der langen Länderspielpause dann das Auswärts-Gastspiel in Bournemouth (15. Oktober).

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Tore zählen nicht

Sturm-Trainer Fabio Ingolitsch veränderte seine Startelf gegenüber dem 2:1-Erfolg gegen Meister LASK an vier Positionen, brachte Stürmer Belmin Beganovic für den verletzten Seedy Jatta, Toptalent Luca Weinhandl im Mittelfeld und Paul Koller sowie Luis Balbo in der Defensive, stellte auf eine Fünferkette um. Kapitän Jon Gorenc Stankovic saß nur auf der Bank, Star-Spieler Otar Kiteishvili war gar nicht erst im Kader – Belastungssteuerung. Die Franzosen starteten beinahe in Top-Besetzung, bis auf Kapitän Valentin Rongier, den Taktgeber im Mittelfeld. Er nahm zunächst nur auf der Bank Platz.

Ausgerechnet dessen Ersatzmann Adrien Thomasson erzielte in der achten Minute den vermeintlichen Führungstreffer der Franzosen nach einem Corner, der Treffer zählte aber nach einem vorangegangenen Handspiel nicht. Esteban Lepaul knallte aus fünf Metern drüber (13.) und scheiterte nach 30 Minuten an Schlussmann Daniil Khudyakov im Grazer Tor. Sturms Schwung aus der Anfangsphase war da schon gestoppt, die Grazer zogen sich zurück, überließen dem Liga-Dritten aus Frankreich das Kommando. Bis die Steirer in der 37. Minute über den vermeintlichen Führungstreffer durch Koller jubelten. Allerdings stand Jakob Peter Hödl in der Entstehung im Abseits, griff ins Spiel ein. Weinhandl hielt mit einem Abschluss den Druck hoch, doch Brice Samba im Tor der Gäste hielt (38.). Auf der Gegenseite stand Lepaul vor seinem Sololauf im Abseits (45+2.), war aber ohnehin an Khudyakov gescheitert.

Sturm lässt Sensation liegen

Nach dem Seitenwechsel war es wieder Lepaul, der gefährlich abschloss (54., 56.). Khudyakov parierte gegen Ludovic Blas mit dem Fuß, Lepaul vergab abermals den Nachschuss (61.). Den wuchtigen Abschluss von "Joker" Rongier musste Khudyakov ebenso parieren (77.). Sturm konterte, der starke Hödl schloss aus der Drehung ab, brachte Samba im Rennes-Tor erstmals in Verlegenheit (57.) und verzog in der 70. Minute. Der eingetauschte Seidl knallte ins kurze Eck, Samba war wieder da (84.). Beim darauffolgenden Corner, der durch den Strafraum segelte, kam Koller nicht zum Abschluss (85.). In der Nachspielzeit probierten es Seidl und Koller in einer Doppelchance (90+3.), von den Franzosen kam gar nichts mehr.

Der Europa-League-Auftakt wird am Donnerstag fortgesetzt.

red,Akt. 16.09.2026, 23:07, 16.09.2026, 22:58