Bitte im Freien aufpassen!

Sturm-Warnung – Heftige Böen in Wien und NÖ

Trotz Sonnenschein gilt für den 13. Februar eine Unwetter-Warnung: Ein heftiger Wind fegt mit Spitzen bis zu 100 km/h durch Ostösterreich.
Bernd Watzka
13.02.2026, 12:10
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Bitte nicht nur auf Hüte und Hauben aufpassen: Ein heftiger Sturm mit Spitzen bis zu 80 km/h im Flachland und 100 km/h auf den Bergen vermiest derzeit vielen Österreichern das sonnige Wetter: Die Sturm-Vorwarnstufe (gelbe Regionen) ist in mehreren Bezirken bereits überschritten.

Für südliche Teile Niederösterreichs und den Südosten von Wien gilt aufgrund des heftigen Windes sogar eine Unwetter-Warnung, wie aus den aktuellen Daten der Unwetterzentrale uwz.at hervorgeht.

Auf Sturm folgt Schneefall

Entwarnung gibt es erst für den Nachmittag - dann soll der heftige Westwind auch am Alpenostrand an Kraft verlieren. Morgen Samstag (14. 2.) sorgt dann ein Störungseinfluss von der Früh an für dichte Bewölkung. Am Vormittag breiten sich Regen, Schneeregen und Schneefall weiter nach Osten aus.

Spätestens am Abend des "Blumentags" folgt in ganz Österreich "Niederschlag in unterschiedlicher Intensität". Die Schneefallgrenzen sinken von Norden her rasch ab, so die Prognose von GeoSphere Austria.

Zerstörerische Sturmböen bis 200 km/h

Von Österreichs heftigsten Stürmen ist der aktuelle Winterwind glücklicherweise noch weit entfernt. Bei den heftigsten Orkanen, die historisch durch unser Land gezogen sind, erreichten die Böen Geschwindigkeiten bis zu 200 km/h.

Österreichs schlimmste Stürme

Die fünf schlimmsten Orkane des Landes

  • 1. Vivian & Wiebke (Februar/März 1990): Jahrhundert-Doppel – zwei Orkane verwüsteten in wenigen Tagen große Teile Westösterreichs. Böen auf den Bergen über 200 km/h, massive Waldschäden in Vorarlberg, Tirol und Salzburg. Bis heute gelten Vivian & Wiebke als eines der heftigsten Sturmereignisse der Zweiten Republik.
  • 2. Kyrill (Jänner 2007): Der europaweite Ausnahme-Orkan traf auch Österreich mit voller Wucht. Orkanböen teils über 140 km/h im Flachland, enorme Schäden in der Forstwirtschaft, Stromausfälle und landesweit Millionenschäden.
  • 3. Vaia (Oktober 2018): Der Alpen-Verwüster traf vor allem Osttirol und Kärnten. Böen auf Bergen über 190 km/h, Rekordmengen an Schadholz, ganze Schutzwälder wurden zerstört.
  • 4. Paula (Jänner 2008): Kärntens Katastrophen-Sturm, nur ein Jahr nach Kyrill. Windspitzen über 150 km/h, extrem hohe Wald- und Infrastrukturschäden
  • 5. Emma (März 2008): Der unterschätzte Frühjahrs-Orkan traf vorwiegend Ober- und Niederösterreich. Böen bis 160 km/h, zahlreiche Feuerwehreinsätze, massive wirtschaftliche Schäden.

Zur Info - Erderwärmung und Stürme

Durch wärmere Luftmassen steigt mehr Energie in der Atmosphäre. Das führt zu stärkeren Druckunterschieden und schnelleren Jetstreams. Folge: mehr Orkane, plötzliche Böen und extreme Kaltfronten. Auch Europa und damit Österreich wird von den Folgen heftigerer Stürme immer stärker betroffen sein.

{title && {title} } bw, {title && {title} } Akt. 13.02.2026, 15:01, 13.02.2026, 12:10
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