Wo ist Carolin Schmidt (25)? Diese Frage beschäftigt seit Anfang September Angehörige, Behörden und auch einen Seher. Die junge Deutsche wird zwischen Garmisch (Bayern) und Ehrwald (Tirol) vermisst. Zuletzt äußerte Michael Schneider, der über hellseherische Fähigkeiten verfügen soll, einen düsteren Verdacht.
Laut dem Mann aus Sachsen-Anhalt soll die 25-Jährige tödlich verunglückt sein. "Carolin ist bei einem Unfall abgerutscht – mit tödlichen Folgen", sagte der 56-Jährige gegenüber der "Krone". Die Leiche der Frau soll im Bereich Wettersteinhütte, Erinnerungshütte und Wangalm im Gaistal liegen.
Laut der Tageszeitung habe sich Schneider mit seiner Vermutung bereits per Mail an die Tiroler Alpinpolizei gewandt. Der Seher habe die Beamten darum gebeten, sich in diesem Gebiet umzuschauen. Seitens der Polizei gab es allerdings eine Absage – der Bereich sei schon abgesucht worden. Gefunden hätten die Beamten dabei nichts.
Nun betonte der 56-Jährige, dass er die Koordinaten um etwa 1,8 Kilometer weiter nach Westen korrigiert habe. Auch dies habe der Deutsche der Polizei gemeldet. Schneider soll bereits bei früheren Vermisstenfällen geholfen. Zu seinen Ergebnissen komme der Mann, indem er mit seinen Fingern über Landkarten fährt. An jenem Ort, wo der Finger stehenbleibt, soll sich die vermisste Person befinden.
Schneider hat auch eine Erklärung, warum die Beamten nichts gefunden haben könnten. Ihm zufolge würde ein Drohnenflug kein Ergebnis bringen, da die Leiche der 25-Jährigen "durch Bäume oder Strauchwerk verdeckt" sei. Sollte also nur mittels Drohnen gesucht worden sein, bleibe der Seher bei seiner Vermutung.
Nun bittet er die Alpinpolizei darum, ihm "noch eine zweite Chance" zu geben. Mit seiner Forderung ist Schneider nicht alleine. Auch ein deutscher Hundeführer, bittet die Behörden darum, dem 56-Jährigen Glauben zu schenken. Demnach habe Schneider schon in anderen Fällen wichtige Hinweise zu Vermissten geben können.
Zuletzt suchte auch der Vater der jungen Deutschen nach seiner Tochter. Dafür war er im Wetterstein und in den Mieminger Bergen unterwegs. Die Bergrettung Ehrwal bot ihm damals ihre kostenlose Unterstützung an.
Was tatsächlich mit der 25-Jährigen passiert ist, bleibt indes unklar. Fakt ist, dass die Zeit drängt. Der nahende Winter könnte die Suche zusätzlich erschweren. Des Weiteren bleibt abzuwarten, ob der Seher mit seiner Vermutung Recht behält.