Großes Polizeiaufgebot in der Nacht auf Dienstag in Ebreichsdorf mit vier Hausdurchsuchungen! Beamte standen mit der Sondereinsatzgruppe SIG (Schnelle Interventionsgruppe) im Einsatz. Laut "Heute"-Infos war der Auslöser ein Bewohner, der die Polizei alarmierte, weil jemand mit Schusswaffe an seiner Tür klopfte.
Gegen 22.30 Uhr erfolgte in der Wiener Straße der erste Zugriff. Schwer bewaffnete Beamte stürmten eine Wohnung in einem Mehrparteienhaus, in einem Siedlungsgebiet kam es kurz darauf zu einem weiteren Zugriff.
Beamte verschafften sich mit einer Türramme Zutritt zu dem Einfamilienhaus, sicherten das Objekt. Der Hintergrund der großen Polizeiaktion war eine Auseinandersetzung im Zusammenhang mit einem Suchtgiftgeschäft. Kleine Mengen Drogen wurden sichergestellt.
Zu Festnahmen dürfte es nicht gekommen sein. Bei den Beteiligten soll es sich um junge Männer bzw. Jugendliche handeln. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Kurios: Am gleichen Abend gab es einen Einbruchsversuch bei einem Juwelier – der Täter flüchtete ohne Beute. Trotz intensiver Fahndung und erneutem Drohneneinsatz konnte der Verdächtige nicht gestellt werden.
Die Polizei bestätigte den Großeinsatz in Ebreichsdorf. "Im Zuge einer schweren Nötigung mit einer Schusswaffe kam es insgesamt zu vier Hausdurchsuchungen", erklärte Stefan Loidl, Pressesprecher der Landespolizeidirektion Niederösterreich. Weitere Details werden aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit nicht bekannt gegeben. Bei der Waffe handelte es sich, wie sich herausstellte, um eine Schreckschusspistole.