Um künftig vorzubeugen

Igel in tödlicher Gefahr – Autofahrer sollen mithelfen

Allein in NÖ wurden fast 2.000 tote Igel auf Straßen gezählt. Jetzt startet ein Projekt, bei dem jeder Autofahrer helfen kann, Leben zu retten.
Victoria Carina  Frühwirth
17.02.2026, 08:00
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Wenn die Nacht hereinbricht, beginnt für viele Igel ein riskanter Weg. Auf der Suche nach Nahrung oder einem Partner überqueren sie Straßen – oft mit tödlichem Ausgang. Allein in Niederösterreich wurden zwischen 2014 und 2025 fast 2.000 überfahrene Igel dokumentiert – rund die Hälfte aller gemeldeten Fälle in Österreich.

App soll Igel-Risikozonen zeigen

Jetzt wollen Forscher dieses stille Massensterben stoppen. Mit dem Projekt "Roadkill: Achtung Igel!" der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) und dem Museum Niederösterreich sollen gefährliche Straßenabschnitte erstmals genau identifiziert werden.

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"Der Igel ist kein Fluchttier. Das heißt, bei Gefahr rollt er sich zusammen. Die Stacheln sind zwar gut gegen Fressfeinde wie Marder und Fuchs, beim Auto hat er dann leider verloren", sagt Janette Siebert, Projektkoordinatorin des Projekts laut "ORF NÖ".

Im Mittelpunkt steht eine spezielle App: Autofahrer können ihre Strecken aufzeichnen und melden, ob sie überfahrene Igel gesehen haben – oder eben nicht. Beide Informationen sind entscheidend, um herauszufinden, wo die Tiere besonders gefährdet sind. Ziel ist es, gefährliche Straßenabschnitte zu erkennen und Schutzmaßnahmen zu ermöglichen.

App-Daten werden an Behörden geschickt

Die Zahlen zeigen, wie ernst die Lage ist: Insgesamt wurden im Projekt bereits über 4.200 tote Igel erfasst. Besonders betroffen sind der Braunbrustigel und der Nördliche Weißbrustigel, die regelmäßig Straßen überqueren müssen. Der Straßenverkehr zählt neben Landwirtschaft und Siedlungsbau zu den größten Gefahren für die Tiere.

Die Forscher setzen dabei bewusst auf die Mithilfe und Aufzeichnungen der Bevölkerung. Florian Heigl, Projektleiter von "Roadkill" sagt laut "ORF NÖ": "Ziel der Studie ist es, am Ende eine Niederösterreich-Karte zu haben, wo man sieht, wo die Igel überfahren werden. Diese Karte werden wir dann weiterleiten an Naturschutzbehörden."

Die Behörden können im Anschluss damit konkrete Schutzmaßnahmen für den künftigen Schutz der Wildtiere auf Straßen planen.

{title && {title} } VF, {title && {title} } Akt. 17.02.2026, 10:00, 17.02.2026, 08:00
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