Große Säugetiere wie Elche, Schwarzbären, Pumas, aber auch Maultierhirsche sollten sicher über eine sechspurige Fahrbahn gelangen können, weshalb zwischen Denver und Colorado Springs in den USA die bisher weltweit größte Wildtierbrücke gebaut wurde. Der Schutz für Tiere ist ungefähr 61 Meter breit, 64 Meter lang und kostete ungefähr 15 Millionen Dollar (ca. 12.600.000 Euro).
Um ehrlich zu sein ist hier zwar "nicht nur" der Tierschutz relevant, sondern auch der Schutz diverser Autofahrer, aber? Kollisionen um 90 Prozent zu reduzieren, ist natürlich ein nobles Vorhaben und sollte auf der ganzen Welt Priorität haben.
Mithilfe ganz bestimmter Zäune sollen die Wildtiere auch in die richtige Richtung gelotst werden, um den Übergang risikofrei zu nutzen. Wenn es eine Generation verstanden hat, wird es meist ohne viel Aufhebens an den Nachwuchs übermittelt und die "Wildtierbrücke" wird Teil des Lebens und der Routen vieler Wildtiere.
Im kleineren Stil hat man sich natürlich auch schon in Österreich an "Wildtierbrücken" versucht, die zerschnittene Lebensräume vieler Wildtiere wieder zu einem Ganzen machen sollen. Eine davon ist beispielsweise die Grünbrücke der Westautobahn (A1) die für Wildtiere den Hauptkorridor des Berglandes Ybbs wieder öffnet.
Insgesamt kommt Österreich etwa auf 70 Wildtier- oder "Grünbrücken" die der Vernetzung für Wildtiere über Schnellstraßen und Autobahnen dienen. 15 weitere Brücken sind seitens der ASFINAG bereits seit 2016 in Planung.