Es wird heftig

Super-El-Niño in Rekordzone – Höhepunkt kommt erst

Der Super-El-Niño 2026 hat laut Analyse im tropischen Pazifik den bisherigen Tagesrekord erreicht. Die Anomalie erreichte bereits plus 3,07 °C
Newsdesk Heute
23.09.2026, 16:53
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Im tropischen Pazifik spitzt sich ein außergewöhnliches Klimaereignis zu. Der aktuelle Super-El-Niño hat nach einer Analyse von Carbon Brief beinahe einen historischen Tagesrekord erreicht – und könnte sich in den kommenden Wochen weiter verstärken.

Gemessen wird die Stärke des Phänomens über die sogenannte Niño-3.4-Anomalie. Sie zeigt, wie stark die Meeresoberflächentemperaturen in einem zentralen Abschnitt des tropischen Pazifiks vom Durchschnitt abweichen. Am 19. September lag dieser Wert bei 3,07 °C. Der bisherige Tagesrekord aus dem Jahr 2015 lag bei 3,08 °C.

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Damit befindet sich der aktuelle El Niño auf Rekordniveau. "Bemerkenswert" ist für Klimatologe Zeke Hausfather aber nicht nur die hohe Temperatur, sondern das Erreichen an einem so frühen Zeitpunkt. El-Niño-Ereignisse erreichen ihren Höhepunkt üblicherweise in den Wintermonaten, besonders oft im November oder Dezember.

Das aktuelle Ereignis läuft bereits seit Juni und entwickelt sich laut der Auswertung schneller als frühere El-Niño-Ereignisse in den bisherigen Aufzeichnungen. Seit Anfang Juni lag seine Stärke demnach über jener anderer Jahre. Anfang September hatten die starken Ereignisse von 1997 und 2015 Anomalien von rund 1,9 °C – mehr als ein Grad unter dem aktuellen Wert.

Schattierter Fächer: modellgewichtete 5–95. und 25–75. Perzentilbereiche über alle Mitglieder hinweg; die farbigen Linien stellen die Ensemble-Mittelwerte pro Modell dar.
dashboard.theclimatebrink.com

El Niño ist ein natürlich auftretendes Klimaphänomen im Pazifik. Es kann Wetterlagen weltweit beeinflussen und globale Temperaturen vorübergehend erhöhen. Die stärksten Auswirkungen auf die weltweiten Temperaturen treten meist mit Verzögerung auf, weil der Effekt den steigenden Meerestemperaturen im Pazifik um mehrere Monate nachläuft.

Für die weitere Entwicklung zeigen saisonale Modellrechnungen einen möglichen Höhepunkt bei rund 4,1 °C über Normal. Das allerdings ist kein einzelner Ausreißer, sondern ihr Median. Hausfather betont: "80 Prozent der 674 einzelnen Modellläufe ergeben Werte zwischen 3,4 °C und 4,6 °C."

Gleichzeitig wird ausdrücklich zur Vorsicht geraten: Ein Ereignis dieser Größenordnung wurde bislang noch nicht beobachtet, daher konnten die Vorhersagesysteme an einem solchen Fall auch nicht überprüft werden.

Klar ist: Sollte sich die Prognose bestätigen, wird der aktuelle Super-El-Niño zwischen November und Jänner gipfeln und dabei alle bisherigen Messwerte deutlich übertreffen. Die Folgen wären vor allem 2027 spürbar.

red,23.09.2026, 16:53
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