In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag lohnt sich ein Blick zum Himmel, denn am Abend des 5. November erscheint der Vollmond in ganz besonderer Pracht: Es ist ein sogenannter Supermond, der in diesem Monat auch den Beinamen Nebelmond oder Bibermond trägt.
Ein Supermond entsteht, wenn der Vollmond seinem erdnächsten Punkt auf der Umlaufbahn – dem Perigäum – besonders nahekommt. Dadurch wirkt er größer und heller als gewöhnlich, manchmal um bis zu 14 Prozent größer und 30 Prozent heller als ein durchschnittlicher Vollmond. Der Effekt ist mit bloßem Auge zwar dezent, aber deutlich genug, um ihn wahrzunehmen – besonders, wenn der Mond in der Dämmerung über dem Horizont aufgeht.
Warum dieser Supermond auch die Namen Nebelmond oder Bibermond trägt, hat nichts mit seiner Nähe zur Erde zu tun, sondern kommt von alten Bauernweisheiten und zum Teil auch aus den Traditionen nordamerikanischer Ureinwohner. So hat jeder Vollmond im Jahr einen anderen Namen. Der Nebelmond bezieht sich dabei auf die typischen herbstlichen Wetterbedingungen im November: kühle Nächte, feuchte Luft und häufige Nebel, die den hellen Mondschein dämpfen und ihn geheimnisvoll verschleiern.
Der Name Bibermond kommt aus der nordamerikanischen Überlieferung. Im November war die Zeit gekommen, Biberfallen zu stellen, bevor die Gewässer zufroren. Das dichte Winterfell der Tiere war besonders begehrt. Heute wird der Name vor allem als Erinnerung an den Rhythmus der Natur verstanden – und daran, dass der Winter vor der Tür steht.
Der Supermond geht heute Abend gegen 16:30 Uhr - je nachdem in welchem Bundesland in Österreich man sich befindet - auf. Um 23:16 Uhr ist er nur 356.400 km von der Erde entfernt, die kürzeste Distanz des Jahres. Bei klarer Sicht bietet sich ein spektakuläres Schauspiel – doch gerade der Nebel, der dem Novembermond seinen Namen gibt, könnte vielerorts die Sicht trüben.