Schoko-Schock vor Ostern

Supermarkt nimmt Lindt-Hasen aus den Regalen

Wegen stark gestiegener Preise nimmt ein Händler Lindt-Osterhasen aus dem Sortiment - Kunden zeigen dafür Verständnis.
André Wilding
26.03.2026, 12:20
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Kurz vor Ostern sorgt eine Entscheidung aus dem Handel für Aufsehen: Ein Supermarkt hat laut BILD die bekannten Lindt-Schokohasen komplett aus dem Sortiment gestrichen. Grund dafür sind die massiv gestiegenen Preise.

Ein 200-Gramm-Lindt-Goldhase kostet aktuell rund 8,99 Euro - für viele Kunden und kleine Händler zu viel. Kaufmann Tarik Sarikaya reagierte und verzichtete heuer ganz auf die beliebten Produkte in seinem "nah&frisch"-Markt. Zum Vergleich: in Österreich kostet der Lindt-Hase mit 200 Gramm 8,49 Euro.

"Das ist das erste Jahr, ohne den Osterhasen", erklärt Sarikaya gegenüber der deutschen Boulevardzeitung. "Aber die Rückmeldungen von den Kunden sind sehr positiv und alle haben Verständnis."

Mindestbestellmenge liegt bei 1.000 Euro

Vor allem für kleinere Geschäfte sei die Situation schwierig. Die Mindestbestellmenge für Osterware liegt bei 1.000 Euro - eine Summe, die sich oft nicht rechnet. "Kunden schauen auf den Preis, schütteln den Kopf und stellen die Ware zurück. Am Ende bleibe ich auf 30 Prozent sitzen", erklärt der Händler der BILD.

Auch andere Markenprodukte sind deutlich teurer geworden. Trotz sinkender Rohkakao-Preise steigen die Verkaufspreise weiter. Die Verbraucherzentrale stellt gegenüber dem Portal klar: "Die Schokoladenpreise steigen weiter, obwohl die Rohstoffpreise gefallen sind." Gründe dafür seien unter anderem höhere Kosten für Energie, Transport und Personal.

Als Alternative raten Experten zu günstigeren Eigenmarken oder Sonderangeboten. "Verbraucher können beim Einkauf sparen, wenn sie auf den Grundpreis achten und gezielt zu Eigenmarken oder Sonderangeboten greifen."

"8,99 Euro würde ich nicht ausgeben"

Viele Kunden zeigen Verständnis für den Schritt. Marianne Papke (88) sagt gegenüber der BILD: "Die Preise sind überzogen. 8,99 Euro würde ich nicht ausgeben. Für die Urenkel verzichten wir auf Süßes zu Ostern."

Auch ein weiterer Stammkunde findet in der Boulevardzeitung klare Worte: "Es ist toll, so einen Laden in der Nachbarschaft zu haben. Ich habe Verständnis, wenn Herr Sarikaya auf die Preise achten muss."

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