Ob der Staat, Betriebe oder Private: Alle müssen derzeit sparen – und das setzt dem Job-Markt schwer zu. Seit mittlerweile drei Jahren steigt die Arbeitslosigkeit, vor allem Frauen sind immer stärker betroffen. Und wer seinen Job einmal verloren hat, muss immer länger nach einem neuen suchen.
Auch AMS-Chef Johannes Kopf wird wohl mit weniger Mitteln auskommen müssen. Eingangs ging es aber noch um die nackten Zahlen: Während die Arbeitslosigkeit der Männer sinkt, steigt sie bei den Frauen stark. Das gehe auf die Branchenverteilung zurück: Bau und Industrie hätten sich stabilisiert, der Handel kriselt, zudem ist das Pensionsantrittsalter der Frauen gestiegen.
Über die letzten Jahre des Staatshaushalts resümiert er: "Wir haben sehr lang über unsere Verhältnisse gelebt." Trotz kleinen Wirtschaftswachstums machte der Staat ein Defizit. "Jetzt rächt sich das." Jetzt müsse er um ein gutes Budget für das Arbeitsmarktservice kämpfen.
Beim vorgeschlagenen Recht auf Vollzeit für Teilzeitbeschäftigte findet er, dass man sich nicht auf Fälle konzentrieren solle, wo entweder der Arbeitnehmer nicht will oder der Arbeitgeber sagt es geht nicht. Besser wäre, sich mit den Fällen zu beschäftigen, wo es beide Seiten wollen, die Kinderbetreuung aber nicht möglich ist.