Kampfmaßnahmen für mehr Geld

Tag der Entscheidung: 60.000 Kollegen drohen mit Streik

Die 60.000 Beschäftigten der Elektroindustrie warten weiter auf einen neuen KV. Jetzt drohen gewerkschaftliche Kampfmaßnahmen.
Österreich Heute
28.05.2026, 11:11
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Für rund 60.000 Beschäftigte der Elektro- und Elektronikindustrie wird es jetzt ernst. Am 28. Mai startet die bereits fünfte Kollektivvertragsrunde. Die Fronten zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern bleiben verhärtet.

Die Arbeitnehmervertreter schlagen Alarm. Nach mittlerweile zwölf Verhandlungswochen liege das aktuelle Arbeitgeber-Angebot nur bei einem Prozent mehr Lohn und Gehalt. Den Gewerkschaften ist das deutlich zu wenig.

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"Wir befinden uns in der 12. Verhandlungswoche und stehen bei einem Arbeitgeber-Angebot von nur einem Prozent. Sollte sich am Donnerstag keine Bewegung in Richtung faire Lohn- und Gehaltserhöhungen abzeichnen und ein Abschluss nicht möglich sein, wird es in den Betrieben zu gewerkschaftlichen Kampfmaßnahmen kommen", sagen die beiden Verhandlungsleiter Reinhold Binder von der PRO-GE und Eva Scherz von der GPA.

Der ÖGB hat vorsorglich bereits die Streikfreigabe erteilt. Damit könnten in den Betrieben bald Warnstreiks oder andere Maßnahmen starten, falls es keine Einigung gibt.

Zweistelliger Zuwachs

Die Gewerkschaften fordern 3,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt. Begründet wird das unter anderem mit der positiven Entwicklung der Branche. Laut Statistik Austria sei die Produktion 2025 um sieben Prozent gewachsen. Die Auftragseingänge hätten sogar zweistellig zugelegt.

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Neben höheren Einkommen geht es auch um bessere Zuschläge für belastende Arbeitszeiten. So soll die Zulage für die zweite Schicht auf 1,50 Euro pro Stunde steigen, für die dritte Schicht sogar auf fünf Euro pro Stunde.

Außerdem fordern die Gewerkschaften eine zusätzliche Pflegefreistellung für Eltern von Kindern mit Behinderung sowie einen leichteren Zugang zur sechsten Urlaubswoche.

Eigentlich hätte der neue Kollektivvertrag bereits seit 1. Mai gelten sollen. Eine Einigung ist aber weiterhin nicht in Sicht.

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