Mindestens 15 Menschen sind bei schweren Überschwemmungen auf den Philippinen ums Leben gekommen. Der Taifun "Dolphin", weitere Tropenstürme und der Südwestmonsun "Habagat" brachten tagelang enorme Regenmengen. Inzwischen hat der Starkregen nachgelassen – zurück bleiben verwüstete Ortschaften, zerstörte Häuser und vermüllte Straßen.
In der Millionenmetropole Manila standen zahlreiche Straßen und Wohnviertel hüfthoch unter Wasser. Die Fluten rissen Plastikflaschen, Verpackungen, Holz, Möbel und Hausrat aus Wohngebieten, Deponien und Abwasserkanälen mit sich.
Im Redemptorist-Kanal in Parañaque City, einem Vorort Manilas, haben sich riesige Müllteppiche gebildet. Der Abfall verstopft den Wasserweg und erschwert den Abfluss. Die Regierung spricht bereits von einer "Müllkrise" und ordnete einen großen Aufräumeinsatz an. Arbeiter kämpfen mit schwerem Gerät, Booten und Muskelkraft gegen die Müllberge.
Entwarnung gibt es nicht: Meteorologen warnen vor weiteren Regenfällen. Gleichzeitig könnte die aktuelle Taifun-Saison zu den heftigsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen zählen. Als Grund gilt das sich verstärkende Klimaphänomen El Niño, das die Entstehung tropischer Wirbelstürme begünstigt. Neben den Philippinen sind vor allem China, Japan und Vietnam betroffen.