Der nächste Beweis für den Spritpreis-Irrsinn: In Wels hat ein Fotograf für "Heute" den Preissprung live dokumentiert – und der hat es in sich. Kurz vor 12 Uhr kostet der Liter Diesel noch 1,949 Euro. Autofahrer, die zu diesem Zeitpunkt tanken, haben Glück. Denn nur Minuten später, exakt zu Mittag, wird die Anzeige kurz schwarz – und zeigt danach 2,099 Euro an. Ein Plus von gleich 15 Cent pro Liter.
Das trifft die Autofahrer direkt im Börsel: Bei einem 60-Liter-Tank macht das einen Unterschied von 9 Euro aus. Geld, das man sich mit richtigem Timing sparen kann – oder eben nicht.
Zuletzt sorgte schon ein "Heute"-Video von einer Tankstelle in Asten für Aufsehen. Dort ist der Preis-Sprung Freitagmittag live zu sehen.
Hintergrund ist die neue Regelung seit Montag. Spritpreise dürfen nur noch dreimal pro Woche erhöht werden – jeweils am Montag, Mittwoch und Freitag zu Mittag.
Was als Entlastung gedacht war, sorgt jetzt für Kritik. ÖAMTC-Experte Martin Grasslober erklärte bereits, dass gleich zu Wochenbeginn Preissprünge von bis zu 17 Cent beobachtet wurden. Seine Einschätzung: Die Aufschläge fallen derzeit höher aus als üblich.
Der Verdacht: Betreiber ziehen mögliche künftige Preissteigerungen gleich vor und schlagen mehr drauf. Statt vieler kleiner Anpassungen gibt es nun wenige, dafür umso heftigere Sprünge.
Die Auswirkungen sind längst sichtbar. In Grenzregionen fahren viele zum Tanken ins Ausland, in Slowenien ging einer Tankstelle sogar der Sprit aus. In Oberösterreich wurden zuletzt 18.000 Liter Diesel gestohlen.