Mama, mir ist fad. Gibst du mir noch Bildschirmzeit? Die Ferien sind in vollem Gang, für Schüler sind es heiß ersehnte Tage ohne Struktur, die mit Leben gefüllt werden wollen, mit Spaß und Freunden, aber auch viel zu oft mit einem Screen vor der Nase. Jugendliche vom Handy, Computer oder Fernsehen loszueisen, erfordert höchstes Verhandlungsgeschick und eiserne Konsequenz, die ehrlicherweise gerade im Urlaub nicht immer vorhanden ist. Eine halbe Stunde Me-Time, um mal wieder ein Buch zu lesen oder in der Hängematte einzudösen, ist nämlich auch was Schönes für urlaubsreife Eltern.
Gemeinsame Zeit mit der Familie soll gleichzeitig aber auch nicht zu kurz kommen. Es ist Sommer, endlich kann man sich einander richtig widmen – bis die Pubertät die Regie übernimmt. US-Comedian Tina Fey bringt es auf den Punkt: Für Mütter und Väter von Teenagern fühlt es sich immer öfter so an, als ob man auf jemanden steht, der jedoch kein Interesse hat. Kommst du zum essen, ich hab deine Lieblings-Spaghetti gemacht? Warte, ich telefoniere noch. Gehen wir ins Bad oder ins Kino, in den neuen Film? Nein danke, ich hab heute schon was anderes vor. Spielen wir Uno? Ja, sehr gerne. Uff, Glück gehabt.
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