Wer in Buchleiten im Bezirk Vöcklabruck Gemüse anbaut, hat derzeit womöglich eine ungefragte Erntehelferin. Die Pfauhenne zieht von Garten zu Garten und bedient sich. "Sie hat dort momentan wirklich ein Futterparadies", erzählt Doris-Nicole Eder, Obfrau der Tierengel Austria Tierrettung, im Gespräch mit "Heute".
Der Vogel sei mittlerweile ihr "kleiner Terror-Pfau von Buchleiten", schmunzelt sie. Wie berichtet streift das Tier seit Monaten durch die Gegend. Es schaut sogar durch Schlafzimmerfenster und legt sich mit Katzen an.
Inzwischen meldet es sich laut Eder auch akustisch zum Dienst: Schon um sechs Uhr früh schreit es die Anrainer aus dem Schlaf. Fans hat die ungewöhnliche Besucherin trotzdem – andere hätten langsam genug von den geplünderten Gärten und dem frühen Weckruf.
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Die Tierretter versuchen seit Wochen, die Ausreißerin einzufangen. Eine große Lebendfalle steht bereits. Auch ein Spiegel wurde darin montiert, um die Pfauhenne anzulocken. Der Plan klang gut, nur die Pfauendame hält offenbar wenig davon. Der Spiegel-Trick hat bisher nicht funktioniert. "Wir arbeiten jetzt auf Langzeit", so Eder.
Stattdessen habe sie, wie die Tierengel auf Facebook augenzwinkernd berichten, zuletzt zu "unfairen Mitteln" gegriffen: Erst saß sie direkt über der Einsatzleitung, dann folgte ein "präziser Kack-Angriff von oben". Anschließend flog sie davon. Für Eder ist Aufgeben keine Option. Die Ortschaft liege den Tierengeln am Herzen, sagt sie. Die Fangaktion soll deshalb weitergehen.
Und als wäre ein Pfau, der frei in einem Ort herumläuft, nicht schon skurril genug: Nach dem ersten "Heute"-Bericht meldeten sich Betroffene aus Niederösterreich bei den Tierrettern aus OÖ. Dort wird der Verein zwar nicht extra hinfahren, die Experten gaben aber schon Tipps zum Einfangen.